Jetzt kommt Bamberg FC Bayern Basketball: Verabredung für die Playoffs

Erzielt 15 Punkte in Berlin: Bayerns Derrick Williams (2.v.r.). Foto: Monika Skolimowska/dpa

Bayern ringt Berlin nieder. Mit einem Sieg gegen Bamberg wäre der FCBB Hauptrundenerster.

 

München - Die Basketballer des FC Bayern wollten ja eine Probe für die Playoffs. Und beim 85:75 am Sonntagabend bei Alba Berlin bekamen sie den gewünschten Härtetest geliefert. In dem Duell in der Hauptstadt brachte der Vizemeister den amtierenden Champion an den Rande einer Niederlage, bestimmte das Kräftemessen in den ersten drei Vierteln und führte bereits zweistellig. Die Bayern mussten sich also strecken, bis an ihre Grenzen gehen. Dank einer Energieleistung im Schlussabschnitt und einem 20:4-Lauf gelang ihnen am Ende noch die Wende.

Bayern-Coach Radonjic: "Es hat am Fokus gefehlt"

"Am besten wäre es, nur über das letzte Viertel zu reden", sagte Dejan Radonjic. Zu Beginn habe sich sein Team zu viele Fehler geleistet, klagte der Bayern-Coach: "Es hat am Fokus gefehlt; wir haben beispielsweise sechs Freiwürfe vergeben, drei Korbleger und hatten einige Turnover." Den Berlinern waren die Strapazen der vergangenen Wochen, die mit dem Vordringen ins Finale des Eurocups, das mit 1:2 gegen Valencia verloren ging, verbunden waren, zunächst nicht anzumerken. Das hatte offenbar auch Radonjic beeindruckt. "Meine persönliche Meinung ist, dass wir in dieser Saison nochmal Berlin treffen werden", sagte der Montenegriner.

Und meinte damit, na klar, eine Verabredung für die Playoffs, also eine mögliche Neuauflage der Finalserie von 2018. "Wir wissen, was für ein hartes Stück Arbeit in den Playoffs auf uns zukommt und dass Berlin eine extrem schwere Mannschaft ist", sagte Kapitän Danilo Barthel, der gegen Berlin mit 15 Punkten gemeinsam mit Derrick Williams Topscorer seines Teams war, "aber umso glücklicher bin ich, wie wir uns reingekämpft haben in das Spiel und mit dem Willen das dann auch gewonnen haben."

Barthel richtete den Blick direkt nach vorne, auf Teil zwei der Playoff-Probe, die am Dienstagabend (20.30 Uhr/Magenta Sport) im Audi Dome wartet. "Nach Berlin treffen wir sofort auf einen weiteren Titelkandidaten mit viel Qualität", sagte er vor dem Duell mit Brose Bamberg. "Ich hoffe, dass wir nach dem schweren Spiel wieder unsere Energie finden und auch sie daheim besiegen können."

Bayern darf Bamberg nicht unterschätzen

Seitdem Federico Perego in Bamberg zum Cheftrainer aufgestiegen ist, hat sich der abgelöste Dauerchampion der vergangenen Jahre deutlich stabilisiert. In der Champions League, die allerdings unter der Euroleague und dem Eurocup einzuordnen ist, steht der Klub im Finale. Und dass mit den Bambergern nach wie vor zu rechnen ist, haben sie im Pokalfinale gezeigt. Dort besiegten sie Alba Berlin und sicherten sich den Titel.

In der Liga kämpft Bamberg, das dort aktuell auf Platz fünf steht, noch um eine bessere Ausgangsposition für die Playoffs. Für die Münchner geht es in dem Duell mit ihrem großen bayerischen Rivalen dagegen hauptsächlich ums Prestige. Aber nicht nur. Denn mit einem Sieg könnten sie den Gewinn der Hauptrunde klar machen und wären drei Spieltage vor Ende nicht mehr von Platz eins zu verdrängen. Ein Triumph, der – ausgerechnet gegen Bamberg – für die Münchner ein gleich doppelt süßer wäre.

 

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