Jagd auf Marder und Füchse Stadt jagt Kaninchen mit Greifvögeln!

Kaninchen sind nicht sein einziges Ziel – auch Marder, Füchse, Gänse und Enten seien eine echte Plage. Im Gegensatz zu Kaninchen liege das aber am „Fütterungswahn“ der Münchner, so Schreyer. Der Schaden durch alle Tiere gehe „in die Hunderttausende, vielleicht in die Millionen“.

Marder und Fuchs werden nicht bis zum Tod gejagt. Sie dürfen nur lebend gefangen und auf dem Land ausgesetzt werden. Eine Mammut-Aufgabe, denn beide sind fast überall in der Stadt vertreten: Der Marder knabbert an Autokabeln, der Fuchs – rund 2000 sind es laut Stadt – überträgt den Fuchsbandwurm und beißt in Einzelfällen auch zu.

Im Kampf gegen Gänse und Enten kommen die Greifvögel zwar zum Einsatz, aber nur, um sie zu vertreiben. Sie haben sich vor allem im Olympiapark, im Nymphenburger Schlosspark und am Messe-See in Riem ausgebreitet – mit schmutzigen Folgen: „Die Gebiete sind einzige, riesige Toiletten“, schimpft Schreyer.

Sterben müssen also nur die Wildkaninchen – die problematischste Plage derzeit, so Schreyer. „Auf der Fläche eines halben Fußballfelds haben wir schon 40 bis 50 Stück entdeckt“, sagt er. „Normal sind acht bis zehn.“

 

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