Jagd auf Klubtitel Bayern-Profi Hummels ist kein Freund des Confed Cups

, aktualisiert am 09.01.2017 - 15:17 Uhr
Der Marktwert von Mats Hummels liegt laut "transfermarkt.de" bei 38 Millionen Euro. Foto: dpa

Mats Hummels leidet unter Entzugserscheinungen: Mit dem FC Bayern will der Nationalspieler unbedingt mal wieder einen Klubtitel holen. Auf den Confed Cup fährt er überhaupt nicht ab.

 

Doha - Mats Hummels ist kein Freund des "FIFA Confederations Cups", kurz Confed Cup. "Ich wäre nicht böse drum, wenn ich einer der Spieler wäre, die frei bekämen", sagte der Nationalspieler in Diensten des FC Bayern am Montag.

Der nächste Confed Cup findet 2017 in Russland statt. Auch Deutschland wird mit seiner Nationalmannschaft als Teilnehmer dabei sein. Deutschland greift in der Gruppe B am 18. Juni ins Turnier ein, wenn der Gegner Australien heißt. Am 22. Juni geht es dann weiter gegen den Südamerika-Meister Chile. Das abschließende dritten Vorrundenspiel findet am 25. Juni statt gegen den noch zu kürenden Afrikameister.

Im Pressegespräch am Rande des Trainingslagers der Münchner in Doha/Katar äußerte sich Hummels auch mit Blick auf Meisterschaft und Pokal-Erfolg. Der 28-Jährige  will seine kleine Trophäen-Durststrecke in der Bundesliga gleich im Premierenjahr mit dem FC Bayern beenden.

"Ich habe seit 2012 keinen Vereinstitel mehr gewonnen außer des Supercups. Deswegen reizen mich diese Titel sehr", meinte Hummels. Er gewann mit Borussia Dortmund 2011 und 2012 die deutsche Meisterschaft, 2012 siegte er zudem im DFB-Pokal. In der Champions League unterlag er mit dem BVB im Jahr 2013 den Münchnern.

Diese Trophäe fehle noch, sagte Hummels. "Ich möchte das unbedingt auch noch gewinnen. Wenn ich jetzt zwischen allen Titel entscheiden müsste und ich dürfte nur einen auswählen, würde ich wahrscheinlich den nehmen, den ich noch nicht habe - aber gut, dass sich Dinge miteinander vereinbaren lassen."

Schon wieder der Klassensprecher

Hummels hatte zuletzt einigen Spott über sich ergehen lassen müssen. Kurz vor Weihnachten hatte Hummels für Aufsehen gesorgt, als er beim Spitzenspiel gegen RB Leipzig plötzlich als "Blondie" auflief. "Das war eine Demütigung", sagte der Nationalspieler, der auf dem Oktoberfest beim Dosenwerfen eine Wette verloren hatte.

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge meinte allerdings, dass ihm "blond sehr gut gefällt". Er bezog dies hauptsächlich auf die Leistungen des Neuzugangs: "Das war ein toller Transfer, er hat da hinten für eine Stabilität gesorgt, die ihresgleichen sucht."

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Während Abwehrkollege Jerome Boateng verletzt immer wieder ausfiel und sich sogar einen Rüffel ("Er muss back to earth kommen") von Rummenigge abholte, zeichnete sich Hummels aus. Die Haare sind inzwischen wieder dunkel, aber überrascht ist Hummels noch immer von der Aufmerksamkeit, die seine erzwungene Verwandlung hervorrief.

"Ich fand es extrem, wie groß das gemacht wurde", sagte er. Ein wenig überraschend war vielleicht auch, wie rasch Hummels in der Bayern-Hierarchie einen prominenten Platz fand. In kurzer Zeit ist er zum "Außenminister" aufgestiegen, neben Kapitän Philipp Lahm, Manuel Neuer und Thomas Müller ist Hummels das Sprachrohr der Mannschaft.

"Weil ich beim FC Bayern zuletzt ein neues Gesicht war, habe ich nach Spielen viele Interviews geben müssen, und das hat wohl dazu beigetragen, dass ich dieses 'Amt' bekommen habe", sagte er der Welt am Sonntag über seine Rolle.

Auch in Dortmund sei er schon mal "Klassensprecher" genannt worden. Ihm sei dies aber "wurscht", betonte Hummels, er sage ohnehin, "was ich für richtig halte".

 

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