Italiener im Galeria Kaufhof Das Punto Italiano am Marienplatz schließt

AZ-Lokalredakteurin Jasmin Menrad.
Aurelio Sucquet serviert in seinem Il Punto Italiano seit 26 Jahren Pizza und Pasta unter dem Marienplatz. Foto: Jasmin Menrad

Seit 26 Jahren ist das Punto Italiano eine Oase in der Einkaufshektik vom Münchner Marienplatz. Jetzt muss das Lokal raus.

 

München - Sechs Mal ist das Punto Italiano in der Lebensmittelabteilung im Galeria Kaufhof am Marienplatz in den 26 Jahren seines Bestehens schon umgezogen. Ende April steht der letzte Umzug an, dann zieht das kleine italienische Restaurant beim Kaufhof aus. "Nach so vielen Jahren ist das sehr schade, aber wir wollen in der Nähe bleiben", sagt Chef Aurelio Sucquet.

Angefangen hat der Italiener mit einer Bar mit vier Sitzplätzen und Kleinigkeiten zu Essen. 1994 vergrößerte er sich dort, wo heute die Bäckerei ist, konnte dann auch Pasta und Antipasti anbieten. Mal teilte sich das Il Punto Italiano den Platz mit Mangostin, dann mit Alfons Schuhbeck, zog von einem Eck des Untergeschosses in das nächste. Seit vier Jahren ist Il Punto Italiano in seinem jetzigen Eck, die Espressobar in Sichtweite gehört auch dazu.

Die Espressobar bleibt, das Restaurant muss gehen

Diese Espressobar kann bleiben, das Restaurant muss gehen – das hat Sucquet im Oktober erfahren. Pasta zum Mitnehmen ab 6 Euro und Rinder Carpaccio mit Parmesan (11,90 Euro) und wechselnde Tagesgerichte wird Aurelio Sucquet künftig am Marienplatz nicht mehr anbieten.

Sucquet hat gehört, dass die Fischbar der Lebensmittelabteilung von Galeria Kaufhof nach vorne in seinen Restaurantteil verlegt werden soll. "Kann auch sein, dass Kaufhof künftig selbst eine Gastronomie machen will", mutmaßt Sucquet. Auch das hat er gerüchteweise schon gehört.

II Punto Italiano: 90 Prozent sind Stammgäste

Das freilich kann die Stammgäste nicht trösten – und Stammgäste hat II Punto Italiano viele. 90 Prozent schätzt Sucquet, "Laufpublikum haben wir kaum." Und das, obwohl um das Punto Italiano die Kaufhof-Kunden schwirren, die Lebensmittel einkaufen.

Derzeit ist Sucquet schon in Gesprächen für ein neues Lokal, auch in der Innenstadt und mit ungefähr derselben Größe. Unterschrieben ist allerdings noch nichts, weshalb er noch nicht verraten kann, wo es dann hingeht. "Sehen Sie", sagt er bei einem Espresso, "Gastronomie ist ganz viel Mode. Was lange besteht, sind die Klassiker und die gute italienische Küche ist ein Klassiker."

 

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