Ist Russlands Präsident latent schwul? Weder Macho noch Sexgott - das neue Skandalbuch über Putin

"Die ganze Wahrheit über Putin" will Stanislaw Belkowski in seinem Buch enthüllen Foto: Redline Verlag

Über Wladimir Putin gibt es viele Geschichten, einige Mythen über ihn werden jetzt in einem neuen Buch widerlegt - zum Beispiel den Mythos über Putin als Sexgott.

 

Moskau - Wer ist Wladimir Putin? Seit 14 Jahren ist er der starke Mann in Russland und viele Mythen ranken sich um seine Person. Einige davon will der bekannte Politikanalyst Stanislaw Belkowski(42) jetzt mit seinem Buch "Wladimir: Die ganze Wahrheit über Putin" (Redline Verlag, 368 Seiten, 19,99 Euro) widerlegen. Neben einem tiefen Einblick in die politische Welt Russlands, geht Belkowski vor allem auf die Person ein, die hinter dem Präsidenten steckt.

Um Putin zu verstehen, müsse man seine Herkunft kennen, meint Belkowski. Und über die gibt es zwei Versionen, wie er schreibt: Die offizielle, wonach Putin am 7. Oktober 1952 im heutigen Sankt Petersburg in die Familie eines Arbeiters geboren wurde. Und eine andere, wonach Putin bereits 1950 zur Welt kam in einem Dorf in der Region von Perm. Sein Vater war demnach Alkoholiker und Bigamist. Putins Mutter verließ diesen, um nach Georgien zu gehen. Weil ihr neuer Mann Wladimir nicht anerkennen wollte, schickte man ihn nach Leningrad, wo er von einem kinderlosen Verwandten der Mutter adoptiert wurde. "Während seiner Zeit in Georgien wurde aus dem kleinen Wladimir Putin, der praktisch ohne Vater und ohne die Liebe und Pflege seiner Eltern aufwuchs, ein verschlossenes und grimmiges Kind", heißt es in dem Buch.

Die meiste Zeit seines Erwachsenenlebens brachte Putin laut Belkowski mit der Suche nach einem Vater zu. Und er fand gleich zwei: Anatoli Sobtschak, Ex-Bürgermeister von Sankt Petersburg und Boris Jelzin. Auch Putins große Liebe zu Tieren stammt nach Ansicht des Autors aus dem Umstand, dass der russische Präsident praktisch ein Waisenkind war. Seine besten Freunde seien Labrador Conny und der bulgarische Schäferhund Baffy. Sein Umgang mit Tigern und der Flug mit den Schneekranichen seien ebenfalls keine PR-Kampagne - Putin fliehe vor den Menschen in die Natur, er habe die Vorstellung, Tiere seien besser als Menschen.

Putin hat aber nicht nur Vaterersatz gefunden, sondern im Oligarchen Roman Abramowitsch auch gleich noch einen Bruder. Über dessen Lifestyle hat Belkowski auch einige Geschichten parat: Seine legendäre Jacht "Eclipse" von 170 Metern sei sogar für einen Krieg gerüstet - dank Raketenfrühwarnsystem sowie U-Boot und zwei Hubschrauber, falls der Besitzer mal flüchten muss. Auch ein "Antipaparazzi-System" sei installiert. Dazu hat sich Abramowitsch noch den FC Chelsea zugelegt, viele rare Luxus-Autos und geht gerne mal für 50.000 Dollar essen. Putin selbst kann so natürlich nicht protzen, laut Belkowski gehört er aber zu den reichsten Männern Europas. 2007 schätzte der Autor für die Zeitung "Die Welt" Putins Vermögen auf 40 Milliarden Dollar. Heute würden die in der Zeitung erwähnten Aktiva 60 Milliarden Dollar kosten, schreibt Belkowski.

Natürlich geht es in "Wladimir" auch um die Frauen. Ehefrau Ljudmila, von der er sich im Juni offiziell trennte, passte im Jahr 2000 laut Belkowski nicht mehr in das Image des jungen, gesunden neuen Präsidenten. Obwohl sechs Jahre jünger als ihr Mann hätte sie damals schon älter ausgesehen, sie sei "ziemlich füllig und welk" geworden. Die sexuelle Beziehung der beiden soll schon Ende der 80er Jahre aufgehört haben. Wo und ob überhaupt sich der Präsident anschließend hingezogen fühlte, bleibt Spekulation. Die angebliche Affäre mit der Olympiasiegerin Alina Kabajewa hält Belkowski aber für reine PR Putins. Seine Berater hätten das Bild vom Macho und der Sexbombe erfunden, um zu verdecken, dass Putin "Sex und ein Sexualleben fremd sind" oder er gar "latent schwul" sei, schreibt Belkowski.

Spekulationen gibt es auch über Putins Gesundheitszustand. Dem russischen Präsidenten soll es nicht allzu gut gehen. Wenn sie ausreichend Wodka getrunken haben, erzählten die Mitarbeiter von Putins Sicherheitsdienst, er nutze ein System von Doppelgängern. Damit könne er seine chronischen Krankheiten und seine gesundheitlichen Probleme verbergen, heißt es in dem Buch.

Auch über Putins Töchter hat Belkowski einigen "Klatsch und Tratsch" zu berichten, wie er selbst sagt. Maria sei mit einem niederländischen Architekten liiert. Die zweite Putin-Tochter Jekaterina lebe mit dem Sohn von Putin-Freund Nikolai Schamalow zusammen. Nahe der Olympiastadt Sotschi soll ein mehrere hundert Millionen Euro teurer Palast entstehen, der laut Belkowski für Jekaterina und ihren Mann bestimmt sein könnte.

 

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