Ismaiks Ultimatum beim TSV 1860 Notverkauf: Muss Löwen-Juwel Wolf gehen?

Muss er wegen finanzieller Probleme der Löwen gehen? 1860-Toptalent Marius Wolf. Foto: sampics/Augenklick

1860-Investor Hasan Ismaik hat den Löwen zwar eine Million Euro für neue Spieler versprochen, gleichzeitig riskiert der Jordanier eine hohe Geldstrafe durch den Verzicht weiterer Finanzspritzen. Als Konsequenz könnten die Löwen dazu gezwungen sein, ihr Tafelsilber zu verkaufen.

 

München - Youngster Marius Wolf (22) zählt zu den hoffnungsvollsten und wertvollsten Talenten der Löwen. Anfang November hat der Flügelflitzer seinen Vertrag beim TSV 1860 erst verlängert. Necat Aygün, der zu diesem Zeitpunkt als Sportchef in der Verantwortung stand, äußerte sich zufrieden über die Vertragsverlängerung bis 2019 - dabei gelang dies nur mit einer Ausstiegsklausel.

Jetzt könnte Wolf sogar bald Geschichte sein beim TSV 1860. Wie die "Bild" berichtet, muss der 20-Jährige in der Winterpause aus akuter Geldnot verkauft. "Wir würden Marius nur ungern hergeben", ließ Sportchef Oliver Kreuzer angeblich durchblicken. Verlieren die Löwen ihr Top-Talent? An Angeboten dürfte es angesichts der guten Anlagen des schnellen und torgefährlichen Offensivspielers nicht mangeln, zuletzt hatte Bundesligist Borussia Mönchengladbach Interesse angemeldet.

Wegen der aktuellen Krise mit Gesellschafter Hasan Ismaik könnte Sechzig quasi dazu gewzungen sein, Spieler zu veräußern. Denn während der Jordanier eine Million Euro für Neuzugänge zur Verfügung stellt, verweigert er gleichzeitig sein eine erneute Umwandlung seiner Darlehen in Genuss-Scheine, um die Eigenkapitalquote der Löwen zu erhöhen. Geschieht dies nicht bis Jahresende, so droht eine Strafe im höheren sechsstelligen Bereich.

Mithilfe einer Wolf-Ablöse (nach AZ-Informationen allerdings nur rund 1,5 Millionen Euro) könnte dringend benötigtes Geld in die Löwen-Kassen gespielt werden - aber eben auf Kosten des derzeit größten Talents, dessen Vertrag im übrigen laut des Berichts nicht in der Dritten Liga gelte.

Sollte Ismaik mit seinem angekündigten Ultimatum ernst machen, droht den Löwen aber schlimmeres als der Verkauf eines Spielers:  Verwehrt der 39-Jährige seine Unterstützung auch im März nächsten Jahres, wenn die Lizenzierung für die folgende Spielzeit ansteht, müssen die Löwen um ihre Existenz bangen.

 

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