Islamistischer Terroranschlag Nach Geiselnahme in Südfrankreich: Polizist gestorben

, aktualisiert am 24.03.2018 - 14:33 Uhr
Der französische Polizist Arnaud Beltrame lies sich bei der Geiselnahme in einem Supermarkt freiwillig gegen Geiseln eintauschen. Beltrame wurde von dem Geiselnehmer lebensgefährlich verletzt und verstarb in der Nacht. Foto: Boyer Claude/MAXPPP/dpa

Nach dem islamistischen Terroranschlag in Frankreich ist der Polizist, der sich bei der Geiselnahme eintauschen ließ, gestorben. Das teilte der französische Innenminister mit. 

 

Carcassonne - Der Polizist, der sich bei dem mutmaßlichen islamistischen Terroranschlag in Südfrankreich gegen Geiseln eintauschen ließ, ist tot. Das teilte der französische Innenminister Gérard Collomb am Samstagmorgen bei Twitter mit. "Frankreich wird niemals seinen Heldentum, seine Tapferkeit und sein Opfer vergessen", schrieb Collomb.

Arnaud Beltrame (45) wurde in Frankreich als Held gefeiert, weil er sich bei der Attacke auf einen Supermarkt in dem kleinen Ort Trèbes freiwillig gegen Geiseln eintauschen ließ. "Er hat Leben gerettet", sagte Staatschef Emmanuel Macron am Freitag. Der Beamte, der allein mit dem Täter im Supermarkt war, wurde lebensgefährlich verletzt, als dieser aus noch ungeklärten Gründen auf ihn schoss - daraufhin stürmte die Polizei das Gebäude.

Drei Menschen getötet - weitere verletzt

Auch zwei weitere Beamte wurden bei dem Zugriff verletzt. Der 25-jährige Radouane L. hatte am Freitag bei mehreren Attacken in der Region Carcassonne zunächst drei Menschen erschossen und weitere verletzt. Zudem nahm er Geiseln in einem Supermarkt.

Nach stundenlangem Drama erschossen Spezialkräfte der Polizei den Angreifer, der sich als "Soldat" der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bezeichnet hatte. Der IS hatte die Attacken anschließend für sich reklamiert.

 

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