IS-Terror US-Luftangriff auf ISIS-Bosse! Al-Baghdadi tot?

ISIS-Fürst Abu Bakr Al-Baghdadi: Ist er bei einem US-Luftangriff von einem Kampfjet getötet worden? Foto: dpa

Ein Treffen der Führung der IS-Miliz nahe Mossul ist jüngstes Ziel der US-Kampfjets. Ob der selbst ernannte Kalif Abu Bakr Al-Baghdadi dabei war, ist noch unklar.

Bagdad - US-Kampfjets haben im Nordirak mehrere Luftangriffe auf Führer der Terrormiliz Islamischer Staat geflogen. Wie ein ranghoher Pentagonvertreter am Samstag mitteilte, galt die Attacke vom Vortag einem Treffen von Befehlshabern der Extremistengruppe in der Nähe der Stadt Mossul. Demnach wurde dabei ein Konvoi mit zehn gepanzerten Lastwagen zerstört, in denen diese vermutet wurden.

Ob IS-Anführer Abu Bakr Al-Baghdadi ins Visier genommen wurde, könne nicht bestätigt werden, sagte der US-Militärvertreter weiter. Weitere Details wollte er nicht nennen.

Al-Baghdadi hat sich zum Kalifen über weite Teile im Irak und Syrien erklärt, die vom IS kontrolliert werden. Seit der Iraker 2010 die Macht über den damaligen Ableger von Al-Kaida an sich riss, formte er aus der sunnitischen Extremistengruppe eine unabhängig operierende grenzüberschreibende Miliz, die brutal gegen Andersdenkende und Minderheiten vorgeht. Die USA haben ein Kopfgeld von zehn Millionen Dollar (rund acht Millionen Euro) auf Al-Baghdadi ausgesetzt.

Trotz der US-Luftangriffe setzten Dschihadisten ihre Anschläge auf irakische Sicherheitskräfte und Zivilisten fort. Bei einer Serie von Bombenanschlägen kamen am Samstag mindestens 43 Menschen ums Leben. Die Sprengsätze detonierten in Bagdad und Umgebung, wie die Polizei mitteilte. Am Vorabend hatte ein Selbstmordattentäter in der Stadt Baidschi im Nordirak acht Polizisten mit sich in den Tod gerissen.

Unter den Opfern in Baidschi war auch der ranghohe Polizist Faisal Malik Al-Samel, der für eine Truppeninspektion in die Stadt gekommen war. 15 weitere Menschen wurden verletzt, als der Attentäter mit einem mit Sprengstoff beladenen Lastwagen in den Polizeikonvoi raste. Ministerpräsident Haider Al-Abadi würdigte Al-Samel und führte am Samstag bei dessen Beerdigung den Trauerzug an.

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Für den Angriff übernahm zunächst niemand Verantwortung. In Baidschi, 250 Kilometer nördlich von Bagdad, haben irakische Truppen aber wiederholt Angriffe der IS-Miliz auf die dort liegende größte Ölraffinerie des Landes zurückgeschlagen.

Der folgenschwerste Anschlag vom Samstag ereignete sich im Bagdader Viertel Sadr City, wo elf Menschen ums Leben kamen und 21 verletzt wurden, als eine Autobombe eine Geschäftsstraße verwüstete. In Al-Amin im Südosten der Hauptstadt starben neun Menschen, westlich davon, im Viertel Amil, explodierten zwei Sprengsätze und töteten acht Menschen, in Al-Karadah, im Zentrum Bagdads, kamen sieben Menschen ums Leben. Weitere Anschläge gab es in Jussifija und Safaranija südlich von Bagdad.

 

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