Irrer Waffenbastler aus Heidelberg Pistolenläufe in TV-Empfänger geschmuggelt

Bei einem Heidelberger wurden zahlreiche Waffen und 13 500 Schuss Munition sichergestellt Foto: dpa

Waffen, Pistolen, Revolver, Läufe, Schalldämpfer, Laserzielgeräte und 13 500 Schuss Munition nennt ein irrer Waffenbastlers aus Heidelberg sein Eigen. Ein Paket aus den USA wurde ihm zum Verhängnis.

 

Heidelberg - Nach dem aufgeflogenen Schmuggel von Waffenteilen in einem TV-Empfangsgerät ist ein Waffenbastler aus Heidelberg in die Fänge der Zollfahnder geraten. Bei einer Durchsuchung fanden die Beamten neben neun legalen Waffen zwei Pistolen, einen Revolver, acht Läufe, ein Gewehr, einen Schalldämpfer und drei Laserzielgeräte sowie mehr als 13 500 Schuss Munition. Viele lagen offen im Haus, im Keller und der Garage herum. "Besonders brisant war, dass der Beschuldigte im Hinterhof und in der Garage des Hauses ein Gewerbe betreibt, wo er auch Kunden empfängt. Jeder dieser Kunden hätte sich bedienen können", teilten die Zollfahnder am Mittwoch mit.

Aufgeflogen war der 31-Jährige, der Mitglied in zwei Schützenvereinen ist, weil der Zoll am Flughafen Köln/Bonn im November ein an ihn adressiertes Paket aus den USA kontrolliert hatte. Darin befand sich der TV-Empfänger, in dem drei Pistolenläufe und ein Verschlussstück versteckt waren. Anfang Februar wurde die Wohnung des Waffenbastlers durchsucht. Der Heidelberger muss damit rechnen, dass ihm selbst die legalen Waffen abgenommen werden. Zudem könnte am Ende eines Strafverfahrens eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren stehen.

 

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