Investor möchte es finanzieren Ismaik konkret: So soll das neue Löwen-Stadion aussehen

Bei dem Fanabend der ARGE erklärte Löwen-Investor Hasan Ismaik ganz genau, wie er sich das neue Stadion vorstellt. Foto: dpa

Eine Rückkehr ins Grünwalder Stadion UND ein neues Stadion - was Investor Hasan Ismaik den Löwen-Fans am Freitagabend präsentierte, schien traumhaft. Lesen Sie hier, was der 39-Jährige genau plant.

Rudelzhausen - Als Löwen-Investor Hasan Ismaik beim Austausch mit den Fans am Freitagabend über das Stadion sprach, war die Stimmung äußerst gespannt. Dann legte Ismaik los, auf zum Höhepunkt. Mit Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter habe er über drei Optionen gesprochen.

"Die Kapazität im Grünwalder Stadion aufstocken." Dafür gibt es Applaus unter den Fans. "Auf dem Messegelände in Riem ein neues Stadion mit 50 000 - 60 000 Zuschauern, das 1860 repräsentiert." Nach diesem Satz brandet der Applaus so richtig auf, es gibt Stimmengewirr im Saal. "Gefällt´s Ihnen", fragt Ismaik und kennt die Antwort natürlich bereits. Die dritte Option, das Olympiastadion, spielt dann natürlich keine Rolle mehr.

Grünwalder Stadion, neue Arena - wie soll es nun konkret aussehen? Ismaik sagt: "Das Grünwalder sanieren und schöner machen, für zwei, drei Jahre darin spielen bis wir im neuen Stadion spielen können. Der Oberbürgermeister hat beiden Vorschlägen zugestimmt."

Die AZ fasst zusammen, wie sich Ismaik nach eigenen Aussagen den Weg zum neuen Stadion vorstellt.

Ablauf: Genehmigung - dann soll es los gehen!

Ismaik möchte das Grünwalder Stadion für den zeitweisen Aufenthalt sanieren und gleichzeitig das neue Stadion errichten lassen. Der 39-Jährige stellte OB Reiter aber die Bedingung, dass er dafür sich die Genehmigung für ein Stadion "mit mindestens 52 000 Zuschauern" erhält.

"Sobald die da ist, können wir Pläne erstellen. Innerhalb von 90 Tagen kann das ein Architekt machen" - allerdings nicht mit allen technischen Details, wie Ismaik hinweist.

So soll das neue Stadion in Riem aussehen

Mindestens 52 000 Zuschauer, so Ismaik, solle das neue Stadion fassen. Der Jordanier beschreibt es so: "Es soll den Namen von 1860 tragen und blaue Sitzschalen haben." Als bei letzterem Gerede im Saal aufkommt, scherzt er: "Möchten Sie, dass die Sitzschalen rot sind? Sie müssen blau sein!" Blau sei auch seine Lieblingsfarbe.

Insgesamt fordert Ismaik hinsichtlich der Löwen-Spielstätte: "Es muss endlich ein neues Zuhause für 1860 geben, in dem sich die Fans heimisch fühlen."

Ismaik will einen Löwenpark neben dem Stadion

Als Ismaik diesen Vorschlag gemacht hatte, war es erst einmal ruhig im Saal - ungläubig schienen die Fans. Sein Vorschlag: "Neben dem Stadion ein Löwenpark errichten." Er besitze eine Löwen-Farm in Kenia - neben dem neuen Stadion sollten also echte Löwen zu sehen sein.

In dem Park "werden alle Löwenrassen der Welt sein. Jeder Löwe wird den Namen eines Spielers tragen - vor allem der Spieler, die bedeutend waren für 1860 seit 1860." Ismaik betonte auch, der Park sei eine potentielle Einnahmequelle für den Verein. OB Reiter würde die Idee "sehr schön" finden.

Finanzierung: Steht der Plan trotz 50+1-Regel? Was ist bei Abstieg?

Ein Fan fragte Ismaik besorgt danach, ob er den Stadionplan verwerfen würde, sollte die 50+1-Regel im deutschen Fußball nicht kippen. "Der Bau ist nicht abhängig von der 50+1-Regelung oder von der Klasse", beruhigte Ismaik. "Ich sage es allen Fans von 1860: Die Finanzierung dieses Stadions steht fest."

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Dennoch sei es natürlich "die wichtigste Aufgabe, den Verein vor dem Abstieg in die dritte Liga zu retten."

Auszug aus der Allianz-Arena: Ismaik prüft Verträge

Ganz so einfach ist es mit dem neuen Stadion dann doch nicht: Bis 2025 sind die Löwen noch vertraglich als Untermieter der Allianz-Arena gebunden. "Wir werden die Verträge aus der gesetzlichen Sicht nochmal studieren, wie man heraus kommt", erklärt Ismaik.

Und falls es auf diesem Weg nicht klappt? "Ich denke, Bayern München wünscht sich, dass 1860 aus der Allianz-Arena heraus kommt", hofft Ismaik auf das Wohlwollen der Roten.

 

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