Investor mischt sich in Streit ein TSV 1860: Hasan Ismaik kritisiert Sanktionen gegen Fans

Investor des TSV 1860: Hasan Ismaik Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Löwen-Investor Hasan Ismaik hat sich via Facebook im Streit zwischen den Ultras des TSV 1860 und der KGaA positioniert. Den Anhängern war zuletzt untersagt worden, Fahnen und Trommeln mit ins Grünwalder zu nehmen.

 

München - Sportlich läuft es beim TSV 1860 derzeit bestens – neben dem Platz brodelt es aber wie gewohnt. Grund dafür sind die Spannungen zwischen Fans und Verein.

Nachdem es den Löwen-Anhängern aufgrund der Pyro-Ausschreitungen beim Heimspiel gegen Hansa Rostock von der KGaA untersagt worden war, für die darauf folgenden Partien gegen Unterhaching am vergangenen Dienstag (1:0) und Meppen (Samstag, 23. März) ihre Trommeln und Schwenkfahnen mit ins Grünwalder zu nehmen, ließen die erbosten Fans sämtliche Fanutensilien zu Hause.

TSV 1860: Ismaik gegen Kollektivstrafen

Nun mischt sich Investor Hasan Ismaik via Facebook in den Streit zwischen Fans und Verein ein. "Liebe Löwen, leider hat mich erst heute die Nachricht erreicht, dass die Geschäftsführung des TSV 1860 für die aktiven Fans ein Verbot im Stadion ausgesprochen hat. Deswegen war das Kurvenbild beim 1:0 gegen Unterhaching anders als sonst", schreibt der Investor auf dem Sozialen Netzwerk: "Ich muss zugeben: Anders gefällt es mir viel besser."

Von der KGaA fordert der Jordanier ein Umdenken. "Sanktionen sind für unseren propagierten Weg der Gemeinsamkeit kontraproduktiv. Ich denke, die verantwortlichen Personen sollten noch einmal in sich gehen und für das nächste Heimspiel gegen Meppen von diesem Verbot Abstand nehmen. Die Fans zu bestrafen, die uns Herz, Zeit und Geld schenken, ist nicht in meinem Interesse", so Ismaik, der aber auch betont, dass Pyrotechnik dem Verein schade. Er selbst sei für einen Dialog und gegen Kollektivverbote.

Hasan Ismaik fordert Zusammenhalt beim TSV 1860

Eine weitere Geschichte, welche zuletzt für Spannungen zwischen Fans und Verein sorgte, war das retuschierte Ismaik-Banner, welches beim Heimspiel gegen Aalen aufgehängt und anschließend auf der Löwen-Website nur retuschiert sichtbar war. Auch dazu äußert sich Ismaik. Vorwürfe, er selbst habe die Retuschierung des Plakates initiiert, wies Ismaik zurück. Von seiner Seite habe es nie den Auftrag gegeben, das Foto retuschieren zu lassen. "Davon distanziere ich mich. Ich stehe für Meinungsfreiheit in der Löwen-Familie, solange es in einem gewissen Rahmen bleibt", so Ismaik.

Schlussendlich wirbt Ismaik für einen größeren Zusammenhalt innerhalb des Vereins. "Schön wäre es, wenn wir endlich zusammenrücken und nicht ständig von e.V. und KGaA gesprochen wird. Das spaltet uns noch mehr", schreibt Ismaik und richtet einen Appell an alle Beteiligten: "Wir müssen allen das Gefühl vermitteln, dass wir unzertrennbar und ein Verein sind."

 

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