Investor des TSV 1860 Löwen-Ikone Werner Lorant kritisiert Hasan Ismaik: "Das geht in die Hose"

, aktualisiert am 08.07.2018 - 20:29 Uhr

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Löwen-Ikone und 1860-Investor: Werner Lorant (li.) und Hasan Ismaik. Foto: AZ/Rauchensteiner/Augenklick/imago/Sven Simon

Während es sportlich beim TSV 1860 München läuft, ist immer noch unklar, ob es langfristig eine gemeinsame Zukunft mit Mehrheitseigner Hasan Ismaik gibt. Löwen-Ikone Werner Lorant kritisiert den Investor im Gespräch mit der AZ nun scharf.

 

München - Werner Lorant war das Gesicht der goldenen Jahre des TSV 1860. Zwischen 1992 und 2001 führte der heute 69-Jährige die Sechzger beinahe von der damals drittklassigen Bayernliga bis in die Champions League.

Einzig, die viel bemühte Pleite gegen Leeds United verhinderte eine Königsklassen-Teilnahme der Giesinger. Nach einer 1:5-Pleite gegen den FC Bayern wurde er in der Saison 2001/02 entlassen - es folgte der Niedergang der Löwen, der in den Abstieg 2004 mündete (Lesen Sie hier: Hasan Ismaik will "niemals aufgeben").

Werner Lorant sieht Hasan Ismaik kritisch

2011 kam Mehrheitseigner Hasan Ismaik dazu, erwarb 60 Prozent der Aktien der KGaA und rettete so die Zweitliga-Zugehörigkeit. Das Investment des Jordaniers endete dann aber zwischenzeitlich in der Regionalliga Bayern. Seit Daniel Bierofka übernommen hat, geht es bergauf. Dennoch: Ismaik und 1860 - es ist ein Zusammenspiel, das Lorant bis heute kritisch betrachtet.

Im Video: Lorant über Ismaik: "Das darf ein Verein nicht machen"

"Hören Sie mir auf. Ich habe von vorne herein gesagt, dass das in die Hose geht. Es kann nicht sein, dass sich ein Traditionsverein wie Sechzig München von einem Mann so abhängig macht, der sehr viel Geld hat, wo die Ölquelle jeden Tag läuft", sagte der einstige Bundesliga-Spieler und -Trainer im Experten-Talk "Die Bayerische WM-Analyse": "Es ist ja alles durcheinander gekommen: Wer hat das Sagen? Wer nicht? Das darf ein Verein nicht machen."

"1860 München ist doch nicht zweitklassig"

Er sei selber als Trainer in der Türkei und dem Iran gewesen, erzählte Lorant weiter. "Ich kenne die Mentalität, und die ist oft nicht einfach, sagen wir mal so." Ismaik wurden in der Vergangenheit unter anderem zu großspurige Ziele und Aktionismus vorgeworfen. Dass Sechzig wo ganz woanders hingehört, als in die Dritte Liga, diese Einschätzung teilt aber auch der frühere Löwen-Macher.

"Sechzig gehört nicht in die zweite Bundesliga, sondern die erste Bundesliga", meinte er auf Nachfrage der AZ: "Sechzig München ist doch nicht zweitklassig." Zuallererst müssen die Giesinger aber in der Dritten Liga bestehen. Das weiß auch Lorant.

Lesen Sie auch: Der News-Ticker zur Vorbereitung des TSV 1860

Im Video: Als Lorant über Wildmoser spricht, wird er emotional

 


Fannah, kritisch, kompetent - die-mannschaft.blog ist der Experten-Blog zur DFB-Elf. Aktuell haben sich die "Fußballverückten" aus München ganz der WM 2018 verschrieben. Mit dabei: Victoria Kunzmann und Patrick Mayer, die als Freie Autoren auch für die AZ München schreiben.

 

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