Internet Einstweilige Verfügung: Redtube geht gegen Abmahn-Firma vor

Redtube-Nutzer können vorerst aufatmen: Das Streaming-Portal erwirkte eine einstweilige Verfügung gegen die Firma "The Archive AG", die hinter den tausenden Abmahnung steht. Bereits am Freitag ruderte das Landgericht Köln zurück.

 

Hamburg - Der Fall um die Abmahnungen an Nutzer der Streaming-Plattform Redtube bleibt spannend: Jetzt wehren sich erstmals die Betreiber der Seite. Wie die "Frankfurter Rundschau" in ihrer Online-Ausgabe berichtet, erwirkte das Portal vor dem Hamburger Landgericht eine einstweilige Verfügung gegen "The Archive AG". Demnach dürfe die Schweizer Firma vorerst keine weiteren Abmahnungen mehr gegen Redtube-Nutzer verschicken, "in denen behauptet wird, dass Nutzer das Urheberrecht von The Archive AG verletzt haben", wie die Zeitung aus einer Pressemitteilung zitiert. Die Kanzlei Urmann + Collegen hatte im Auftrag der Firma über 10.000 Internetnutzer per Brief abgemahnt, da sie im August urheberrechtlich geschützte Filme illegal konsumiert haben sollen.

"Diese Entscheidung ist nicht nur ein Sieg für die Nutzer von Redtube, sondern für jede Person, die Streaming-Webseiten besucht. Es ist eine klare Botschaft, dass die Ausnutzung von persönlichen Informationen und die Verletzung der Privatsphäre aus rein finanziellen Interessen nicht toleriert wird", so Alex Taylor, Vizepräsident von Redtube.

Bereits am Freitag ruderte das Landgericht Köln zurück und räumte ein, dass einige Kammern, die zuvor den Anträgen der Abmahnanwälte stattgegeben haben, nun dazu neigen würden, "an ihrer ursprünglichen Einschätzung nicht mehr festzuhalten und den Beschluss aufzuheben bzw. auszusprechen, dass dadurch der Anschlussinhaber in seinen Rechten verletzt wurde".

 

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