Internationaler Tag des Kusses Heute schon geküsst?

Haben gut küssen: Zwei Rentner genießen den Sommer ganz romantisch allein auf einer Parkbank. Foto: Imago

Wie oft wir in unserem Leben schmusen, warum es uns glücklich, gesund und vielleicht auch ein bisserl schlanker macht.

 

Heute ist ein guter Tag zum Küssen – und sich Gedanken darüber zu machen, warum wir es tun und warum es uns so guttut:

Küsse in Zahlen: Wir busseln und küssen uns in unserem Leben ganz schön oft: Durchschnittlich sogar 100 000 Mal, bis wir 70 Jahre alt sind. Jedes Mal arbeiten dabei insgesamt 38 Muskeln in unserem Gesicht. Die verbrennen pro geküsster Minute sogar 20 Kalorien. In einer Minute schaffen wir etwa fünf Küsse – denn im Schnitt dauert heutzutage einer zwölf Sekunden. In den 1980ern schmuste man übrigens deutlich kürzer: 5,5 Sekunden.

Warum wir küssen: Während die Damen herausfinden wollen, ob der Auserwählte für eine Partnerschaft geeignet ist, haben Männer beim Küssen etwas ganz anderes im Sinn: Sie wollen mit ihrer Zungenfertigkeit die Chance auf Geschlechtsverkehr erhöhen. Das haben Psychologen an der New York State Universität herausgefunden.

Küssen ändert sich: In jahrelangen Beziehungen wird für Frauen das Küssen wichtiger als Sex. Zudem wurde herausgefunden, dass häufiger geküsst wird, wenn man in einer zufriedenen Beziehung lebt.

Küssen macht gesund: Mund an Mund tauschen wir nicht nur Zuneigung aus, sondern auch Bakterien. Das ist aber nicht schlimm, im Gegenteil: Dadurch werden die Abwehrkräfte des Körpers gestärkt.

Küssen macht glücklich: Das ist vor allem dann der Fall, wenn es der oder die Richtige ist, sagt Kussforscherin Ingelore Ebberfeld: „Wenn wir verliebt sind oder jemanden außerordentlich begehren, dann ist im Gehirn Silvester. Da fliegen die Botenstoffe hin und her.“

Die Wissenschaft des Küssens: Es gibt sogar einen eigenen Forschungsbereich, der sich mit dem Küssen beschäftigt: die Philematologie. Einig ist man sich in dem Feld allerdings ganz und gar nicht. Der Streitpunkt: Warum küssen wir uns eigentlich? Die einen gehen davon aus, Küssen kommt von der Brutpflege und hat sich aus dem Füttern der Jungen entwickelt.

Kussforscherin Ebberfeld sieht das anders: „Wenn es eine sexuelle Kontaktaufnahme zwischen Säugetieren gibt, dann ist ein Beschnüffeln und Belecken am Hinterteil nicht unüblich. Und diese Geste hat sich beim Aufrichten des Menschen von unten nach oben verlagert.“

Andere Kulturen, andere Küsse: Küssen ist bei Weitem nicht überall liebevoll, und nicht immer sind die Lippen dabei beteiligt: Die Ureinwohner Neuseelands, die Maori grüßen sich zum Beispiel mit einem Nasenkuss. Am Südpazifik mag man’s brutal: Beim sogenannten „Trobriand-Insel-Kuss“ zieht man den Partner an den Haaren. Dann beißt man sich so heftig auf die Lippen, bis Blut fließt.

Der perfekte Kussmund: „Wichtig ist beim perfekten Kussmund, dass die Lippen nicht rau sind“, sagt der Berliner Visagist René Koch. Deswegen sollte man vor dem Schlafengehen einen Lippenpflegestift mit Hyaluron auftragen, damit die Lippen nicht austrocknen.

Außerdem empfiehlt der Experte, regelmäßig ein Lippenpeeling zu machen. Einfach einen halben Teelöffel Hefe mit einer Prise Salz und etwas Mineralwasser mischen. Der Brei kommt dann mit einer ausgedienten Zahnbürste auf die Lippen. Die Enzyme in der Hefe lösen abgestorbene Hautpartikel ab.

Der dritte Tipp in Sachen Pflege: Lippengymnastik. Dafür zieht man die Buchstaben „Uuu“, „Eee“, „Uuu“ lang und formt dabei die Lippen extrem – sie müssen spannen. So werde die Durchblutung angeregt und der Wangenheber trainiert.

 

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