Inniger Freund des Präsidenten FC Bayern: Herbert Hainer - Er wird der Nachfolger von Uli Hoeneß

Vertraute: Uli Hoeneß (li.) und Ex-adidas-Chef Herbert Hainer. Foto: Marc Müller/dpa

Uli Hoeneß hat seinen Nachfolger als Präsident des FC Bayern schon auserkoren. Herbert Hainer war adidas-Chef, hatte eine Verbindung zum TSV 1860 - und hielt zu Hoeneß in dessen schwierigster Zeit.

 

München - "Gerüchte besagen, dass Adi Dassler eine seiner Töchter, die Brigitte, mit Uli Hoeneß verheiraten wollte." Herbert Hainer erzählte die Anekdote vom Adidas-Gründer Dassler und dem Fußballer Hoeneß einmal der "Süddeutschen Zeitung", als er die besondere Verbindung zwischen dem Sportartikelhersteller und dem FC Bayern beschreiben sollte.

Herbert Hainer war Chef von adidas

Wie eng die Beziehung zwischen dem Rekordmeister und adidas ist, weiß kaum einer besser als der frühere Vorstandsvorsitzende des Weltkonzerns. 15 Jahre lang, bis 2016, war der Niederbayer Hainer Chef im fränkischen Herzogenaurach. Ab November soll er Nachfolger von Hoeneß als Präsident und Aufsichtsratschef des FC Bayern werden, wie Aufsichtsratmitglied Edmund Stoiber am Mittwoch bestätigte.

Hainer wurde am 3. Juli 1954 in der Nähe von Dingolfing geboren, einen Tag vor dem "Wunder von Bern". Als Bub hegte er den Wunsch, Fußballprofi zu werden. Was ihm verwehrt blieb, erreichte sein Bruder - allerdings bei den Blauen. Walter Hainer spielte Anfang der 1980er drei Partien für den TSV 1860 in der Bundesliga, Anfang der 1990er lief er für die Löwen in der Zweiten Liga auf.

Uli Hoeneß: "Unsere Freundschaft hält"

Betriebswirt Herbert Hainer kam 1987 zu adidas, zehn Jahre später rückte er in den Vorstand auf und wurde 2001 schließlich dessen Vorsitzender. Zwischen ihm und Hoeneß entstand eine innige Freundschaft, der Bayern-Präsident hatte Hainer schon vor seiner Verurteilung wegen Steuerhinterziehung als neuen Aufsichtsratsboss ins Spiel gebracht, Hainer übernahm den Posten von März bis September 2014 interimsweise.

"Wir ticken in vielen Dingen relativ gleich", sagte er 2018 in einem Doppel-Interview der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Hoeneß ergänzte: "Wir beide haben so viel gemeinsam durchgestanden, dass klar ist: Unsere Freundschaft hält, uns treibt nichts mehr auseinander."

FC Bayern: Herbert Hainer stand zu Hoeneß

Vor und während des Gerichtsverfahrens gegen Hoeneß stand Hainer wie kaum ein Zweiter zu ihm, "als einer der ersten" besuchte er den gefallenen Bayern-Patriarchen im Gefängnis. "Man steht zu seinem Freund, unabhängig von dem, was opportun ist", sagte Hainer, der sich auf der Tribüne der Allianz Arena gerne neben Hoeneß zeigt.

Herbert Hainer etablierte sich als starker zweiter Mann im Aufsichtsrat und setzte sich wiederholt dafür ein, den Vertrag von Altstar Franck Ribéry zu verlängern. Schon bald könnte er dem Mentor des Franzosen in dessen Amt nachfolgen.

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