Innerparteilicher Streit Sahra Wagenknechts "Schlangengrube"

Sahra Wagenknecht hatte am Montag angekündigt, aus gesundheitlichen Gründen im Herbst nicht erneut für die Linken-Fraktionsspitze zu kandidieren. Der Dauerstress sei zu viel geworden, sagte sie. Foto: Soeren Stache/dpa

Die Fraktionschefin der Linken Sahra Wagenknecht kandidiert nicht mehr – erstmals nennt sie jetzt innerparteilichen Streit als Grund.

 

München - Sie habe sich "immer ausgebrannter" gefühlt. Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht hatte angekündigt, dass sie aus Gesundheitsgründen ihr Amt abgeben wolle – nun nennt sie erstmals auch innerparteiliche Querelen als Grund für diese Entscheidung – und die daraus resultierenden inneren Verletzungen.

Streit, Stress und Krankheit - Wagenknecht kandidiert nicht mehr

Wagenknecht sagte dem "Stern": "Man versucht, der Außenwelt weiszumachen, dass man einen Panzer hat. Es soll ja niemand wissen, wo und wie sehr man verletzbar ist. Aber tatsächlich perlen Angriffe und Diffamierungen nicht so einfach ab." Besonders verletzt habe sie, dass man ihre Auffassungen als nationalistisch oder rassistisch diffamiert und sie in die "Nazi-Ecke" gestellt habe. Sie findet das "niederträchtig".

Zudem sagte sie dem Magazin, Politik sei "schon eine Schlangengrube", in einem solchen Klima könnten keine echten Freundschaften entstehen. Markus Lanz konfrontierte die Vorsitzende der Linken, Katja Kipping, am Dienstagabend in seiner Sendung mit den Mobbing-Vorwürfen gegen Wagenknecht, die sie entschieden zurückwies.

Wagenknecht hatte angekündigt, im Herbst nicht mehr für die Linken-Fraktionsspitze zu kandidieren Als Grund nannte sie eine zweimonatige stressbedingte Krankheit.

 

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