Innenstadt Die traurige Geschichte von der Gans im Tal

Ungewohnter Anblick: eine Gans im Tal. Sie gehört... Foto: AZ

Eine Gans spaziert am Samstagnachmittag scheinbar allein durchs Tal. Passanten erfreuen sich am Anblick - aber nur kurz...

 

Altstadt - Sie steht vor dem "Weissen Bräuhaus" im Tal und schaut neugierig die Passanten an, die am Samstagnachmittag die Münchner Innenstadt füllen. Die Menschen schauen ebenso neugierig zurück, bleiben stehen, schicken ihre Kinder vor, machen Fotos von der Gans.

Eine schöne Szene im Einkaufsstrubel. Scheinbar.

Denn plötzlich rennt ein betrunkener Mann (Gummistiefel, Vollbart, Hut) zwischen den Passanten hin und her, schreit und beschimpft sie, fordert aggressiv Geld für die "goldene Gans", wie er sie nennt.

Es ist der "Gänse-Heinrich", ein gelegentlich zum "Münchner Original" verklärter Tierquäler, der mit bürgerlichem Namen Heinrich Schön heißt und wegen seines Verhaltens bereits mehrmals Ärger mit der Polizei hatte. Einmal hatten Passanten beobachtet, wie er eine seiner Gänse strangulierte.

Auch am Samstag geht er nicht besonders respektvoll mit dem Tier um. Ein couragierter Mann spricht ihn darauf an - und wird von Heinrich Schön beleidigt und bedroht.

Als der Passant ankündigt, die Polizei zu rufen und demonstrativ sein Handy in die Hand nimmt, verzieht sich der "Gänse-Heinrich" in die Passage beim "böhmler im tal", treibt die Gans vor sich her. Bevor Schön seine Tiere in ein im Stadtviertel Thalkirchen gelegenes "Gehege" sperrt, das eher einer Müllkippe gleicht, transportiert er die Gänse laut Zeugenaussagen oft in einem Sack.

Seit Jahren fragen sich besorgte Tierschützer, warum man dem Mann die Gänse nicht wegnimmt.

Nachtrag: So reagiert das Kreisverwaltungsreferat

 

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