Ingolstädter Schritt aus der Krise 2:4 - EHC unterliegt im bayerischen Derby

Ausgerechnet der Ex-Münchner Alexander Barta - Mitte, hier im DEL-Spiel bei Adler Mannheim - sorgte mit seinem Tor zum 4:2 für die Entscheidung im bayerischen Derby gegen den EHC. Foto: Kunz/Augenklick

Der EHC Red Bull München hat das bis zum Schluss spannende Derby beim ERC Ingolstadt verloren. Vor 4.039 Zuschauern unterlag die Mannschaft von Trainer Don Jackson mit 2:4.

 

Ingolstadt/München - Vizemeister ERC Ingolstadt scheint sich langsam aus der Krise zu arbeiten: Der ERC besiegte im bayrischen Derby den EHC München mit 4:2 und landete den zweiten Erfolg am Stück, bleibt aber Vorletzter der DEL.

Toni Söderholm brachte den EHC in Führung, doch Ingolstadt drehte das Spiel mit zwei Treffern im ersten Drittel und einem Tor im zweiten Spielabschnitt. Zu Beginn des dritten Drittels brachte Michael Wolf die Red Bulls in Unterzahl noch einmal auf 2:3 heran. Kurz vor Schluss gelang Alexander Barta mit dem vierten Ingolstädter Treffer die Entscheidung.

Das Derby brauchte nur fünf Minuten, um Fahrt aufzunehmen. EHC-Keeper Danny aus den Birken musste gegen Ingolstadts Top-Torschützen Thomas Greilinger all sein Können zeigen, den Abpraller verpasste der Ex-Münchner Alexander Barta nur knapp. Im Gegenzug spielte Steve Pinizzotto Jérôme Samson frei, doch dessen Versuch mit der Rückhand konnte Timo Pielmeier mit dem Schoner parieren.

Auch bei Michael Wolfs Schuss aus spitzem Winkel war der Ingolstädter Torwart zur Stelle, in der neunten Minute war er aber geschlagen. Joachim Ramoser behauptete die Scheibe und legte sie über die Bande zurück auf Toni Söderholm. Der Finne traf mit einem satten Schuss zum 0:1.

In der zwölften Minute gelang Petr Taticek nach einer Kombination über Thomas Greilinger und Alexander Barta aber der Ausgleich und Brandon Buck brachte den ERC Ingolstadt mit einem Solo in Überzahl mit 2:1 in Führung (14.). Im Anschluss machte der EHC Druck, doch Daryl Boyle hatte bei zwei Schüssen ebenso wenig Glück wie Michael Wolf und Frédéric St-Denis bei ihren Versuchen.

Die Red Bulls nahmen den Schwung mit in das zweite Drittel. Michael Wolf hatte nach Vorarbeit von Keith Aucoin den Ausgleich auf dem Schläger, Timo Pielmeier verhinderte das 2:2.

Auf der anderen Seite zeigte sich der ERC Ingolstadt im Abschluss weiter enorm effektiv. Brian Salcido verwertete in der 22. Minute ein Zuspiel von Tomas Kubalik zum 3:1. Jérôme Samson und Richie Regehr verpassten es im folgenden Münchner Überzahlspiel, den alten Abstand wiederherzustellen.

Im weiteren Verlauf des zweiten Drittels verteidigten die Ingolstädter ihren Vorsprung und konterten. Kurz vor der Pause drehte der EHC den Spieß aber einmal um und fuhr mir Steve Pinizzotto und Keith Aucoin eine 2-auf-1-Situation, die Ingolstadts Benedikt Kohl in allerletzter Sekunde unterband.

Der Schlussabschnitt begann für den EHC optimal. Zwar saß Steve Pinizzotto zu Beginn noch auf der Strafbank, doch Michael Wolf gelang per Shorthander das 2:3. Erst 30 Sekunden waren da gespielt.

Den Red Bulls blieb also genug Zeit, den Ausgleich zu erzielten. Doch Timo Pielmeier war kein weiteres Mal zu bezwingen - weder durch Mads Christensen nach schönem Solo, noch durch Richie Regehr im Powerplay, noch durch einen krachenden Schuss von Toni Söderholm. Stattdessen machte Alexander Barta mit seinem Überzahltor in der 59. Minute mit dem 4:2 alles klar.

 

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