Ingenieure und Doktoranden unerwünscht Fliesenleger boykottiert Mitarbeiter von Audi und Siemens

Ein bayerischer Fliesenleger will keine Ingenieure, Doktoranden und Professoren der Firmen Audi und Siemens als Kunden. (Symbolbild) Foto: dpa

Ein bayerischer Fliesenleger ist nicht gut auf Audi und Siemens zu sprechen und nimmt keine Aufträge von Ingenieuren, Doktoranden und Professoren dieser Firmen mehr an. Dafür wird er von tausenden Menschen gefeiert. Aber warum hegt der Handwerker so einen Groll gegen Audi und Siemens?

 

Diese Ansage hat es in sich: "Wir arbeiten nicht für Ingenieure, Doktoranden, Professoren der Firmen Audi und Siemens. Sollten sie zu o.g. Personengruppen gehören, sparen Sie sich (und uns) das Verfassen von E-Mails." Diese Ausschlussliste postete der bayrischer Fliesenleger Michael Schmiedl aus dem Landkreis Kelheim auf seiner Website. Nach den Erfahrungen des Handwerkers gehören diese Personengruppen zu den Problemkunden mit einer etwas fragwürdigen Zahlungsmoral, weshalb er "...nicht mehr für Besserwisser" arbeiten will.

Keine Ingenieure von Audi und Siemens als Kunden erwünscht

Seit Herr Schmiedl nicht mehr für die Ingenieure, Doktoranden und Professoren dieser Firmen arbeite, sei die Anzahl von Zahlungsausfällen drastisch gesunken. Die Anzahl der E-Mails, die den Handwerker für seine klare Aussage feiern, ist dagegen auf über 2.000 gestiegen. Wie es scheint hat der Fliesenleger damit in ein Wespennest gestochen.

Auf seiner Website bezieht er zu seiner Ausschlussliste Stellung und schreibt: "Es geht mir nicht darum eine bestimmte Berufsgruppe schlecht zu reden oder zu diskriminieren. Ich wollte nie irgendeinen Krieg anzetteln. [...] Ich möchte die betroffene Personengruppe vor Enttäuschung und Bauverzögerung schützen indem ich gleich von vornherein klarstelle wie der Hase läuft."

Fliesenleger feiert Polizisten als Kunden

Im Gegensatz zu den Ingenieuren, Doktoranden und Professoren von Audi und Siemens sieht der bayerische Fliesenleger in Polizisten die beste Kundschaft: "Bei Polizisten liegt die Problemkundenquote bei 0%. Im Gegensatz stehen Audi- und Siemens Ingenieure mit 98%. Warum ist das so? Ich denke weil niemand so nah an der Realität lebt wie Polizisten."

Die Ausschlussliste steht bereits seit Oktober 2016 auf der Homepage des Handwerkers, wurde aber erst durch einen Screenshot, die beim Nachrichtendienst WhatsApp viral ging, deutschlandweit bekannt. Ob Michael Schmiedl durch seine strikten Regeln für potenzielle Kunden weniger Aufträge bekommt? Aufgrund der vielen positiven Zuschriften ist das eher unwahrscheinlich. "Ich hätte auch niemals mit soviel Rückendeckung gerechnet. Die ersten Hochrechnungen ergeben eine Zustimmung von ca. 98% meines Vorgehens. Das sagt einiges", schreibt der Fliesenleger auf seiner Homepage.

 

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