"In Intimbereich gegriffen" 36-Jährige am Münchner Hauptbahnhof sexuell belästigt

Die Bundespolizei ermittelt nach den Vorfällen am Münchner Hauptbahnhof. (Symbolbild) Foto: Bundespolizei

Ein fremder Mann soll einer 36-Jährigen am Hauptbahnhof von hinten in den Intimbereich gegriffen haben, als sie sich zu ihrem Kind bückte. Die Bundespolizei ermittelt gegen einen 44-Jährigen. Auch einen weiteren Vorfall gab es.

 

München - Eine 36-Jährige ist nach Angaben der Bundespolizei am Donnerstagabend am Münchner Hauptbahnhof von einem Mann sexuell belästigt worden. Die Frau war den Schilderungen zufolge nicht allein, als der Vorfall passierte. Auch ihr Mann und ihr Kind waren dabei. 

Das ist laut Bundespolizei passiert: Als sich die 36-Jährige zu ihrem Kind beugte, griff der Fremde ihr plötzlich von hinten in den Intimbereich und verschwand.

Sowohl die 36-Jährige als auch ihr Mann seien über den Vorfall "zunächst schockiert" gewesen. Ein Bundespolizist vor Ort habe mitbekommen, wie die Familie dem Mann "verdutzt" hinterhersah. "Dem Beamten gelang es, den 44-Jährige noch im Hauptbahnhof zu stellen und vorläufig festzunehmen."

Sexuelle Belästigung am Hauptbahnhof - die Polizei ermittelt

Der Verdächtige widersetzte sich. "Auf der Wache am Gleis 26 verhielt sich der mit 1,28 Promille Alkoholisierte auch gegenüber den Beamten unkooperativ und aggressiv", so die Bundespolizei. Er habe die Beamten beleidigt - "und ging auch die Geschädigte aus Sendling verbal an". Der Mann werde am Freitag einem Ermittlungsrichter zur "Klärung der Haftfrage wegen sexueller Belästigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung" vorgeführt.

Die Polizei prüft zudem einen möglichen Zusammenhang mit einem anderen Vorfall vom 9. Dezember, der sich ebenfalls am Hauptbahnhof ereignet hat: An dem Montag, gegen 21 Uhr, soll ein Unbekannter einer 34-Jährigen aus Haidhausen mehrfach ans Gesäß gefasst haben. Die Frau habe sich gewehrt, der Man sei unerkannt entkommen. 

"Die 34-Jährige hatte sich leider erst am nächsten Tag an die Bundespolizei gewandt", teilten die Beamten zu den Hintergründen mit. Nun werde geprüft, "ob der 44-Jährige auch für diese Tat in Frage kommen könnte".

 

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