In der Küchenschlacht Moritz Volz: Bei Schuhbeck ist er schon Meister

Beim Finale der „Küchenschlacht“ überzeugte Neu-Löwe Moritz Voltz Alfons Schuhbeck mit Piroggen und Lammspießen. Foto: ZDF

Löwen-Zugang Moritz Volz ist begeisterter Hobbykoch und legt sich im ZDF mächtig ins Zeug. In der „Küchenschlacht“ hat er nun das Finale gewonnen.

Hamburg - Am Tag des EM-Starts wurde es für Moritz Volz im Deutschlandtrikot ernst. Vor ein paar Jahren bereits war der Neu-Löwe von Trainer Joachim Löw zur Nationalmannschaft eingeladen worden. Und jetzt war er gefordert. Allerdings nicht auf dem Rasen. Sondern am Herd. Volz nämlich kochte sich in der EM-Woche der ZDF-Sendung „Küchenschlacht“ bis ins Finale – und so legte er sich statt mit seinen fußballerischen Künsten nun eben mit seinem kulinarischen Können im DFB-Dress gegen Portugal ins Zeug.

Mit seinen polnischen Piroggen (Hackfleischtaschen) auf Kopfsalat mit Dill und dazu griechischen Lammspießen mit Tzatziki und Okraschoten musste sich der neueste Löwe in Anlehnung an das EM-Eröffnungsspiel gegen eine portugiesische Floristin durchsetzen. Und das klappte. Volz gewann und strahlte, daneben stand Küchenmeister Alfons Schuhbeck und klopfte ihm begeistert auf die Schultern. Zuvor aber hatte der Promikoch den neuen Sechzger als „Spieler des FC St. Pauli“ vorgestellt - und ihn „Fritz“ genannt. Nun, bis jetzt war Moritz Volz ja nur einmal zur Vertragsunterschrift in München gewesen, die Sendung wurde zuvor in Hamburg aufgenommen.

Ähnlich begeistert wie Schuhbeck wird wohl auch 1860-Trainer Reiner Maurer von dem eloquenten und auftrittssicheren Profi sein – und selbst wenn Volz bei den Löwen nicht wie erhofft als Außenverteidiger einschlagen sollte, er würde es wenigstens mit Humor nehmen. Denn wie sagte er noch, als ihn Schuhbeck fragte, wieso er eigentlich Verteidiger geworden sei: „Ich habe früher als Stürmer angefangen, dann wurden aber alle anderen immer besser als ich. Immerhin hat's dann noch zum Verteidiger gereicht und ich musste nicht ins Tor.“ Ziemlich bescheiden für einen, der 125 Mal in der englischen Premier League gespielt hat, unter anderem für Arsenal und den FC Fulham.

In England, wo Volz elf Jahre lang lebte und über diese Zeit zuletzt das Buch „Unser Mann in London“ schrieb, hakte es zunächst mit dem Verständnis. „Erst habe ich ihre Sprache nicht verstanden. Dann ihren Humor. Dann habe ich gemerkt, sie nehmen sich nicht so ernst und lachen über alles. Am liebsten über sich selbst. Das habe ich dann übernommen.“ Das dürfte zu den Löwen passen.

Und auch dort gibt es Freunde des Kochens. Sein künftiger Abwehrkollege Necat Aygün führt ein Café und ein Restaurant. Eine Großküche für eine Kochstunde mit der Mannschaft, wie sie Volz in London öfter abgehalten hat, wäre also gegeben.

Wie ernst es Volz jedenfalls mit seiner Vorliebe für genussvolles Essen meint, bringt er nicht zuletzt in seinem Buch zum Ausdruck, in dem er seiner Frau Annika mit Bezug auf eine englische Tradition für deren Liebe dankt: „Du bist die clotted cream auf meinem Scone.“ Das heißt übersetzt: Du bist der Streichrahm auf meinem Tee-Gebäck.

 

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