In der Ehrhardtstraße Stadt installiert moderne Radl-Zählstation an der Isar

, aktualisiert am 07.04.2017 - 15:05 Uhr
Eine Radl-Zählstele in Düsseldorf. Eine solche moderne Station mit Digitalanzeige steht nun auch in der Münchner Ehrhadtstraße. (Archivbild) Foto: Martin Gerten/dpa

Die Radl-Zählstation an der Ehrhardtstraße wurde grundlegend modernisiert. Eine neue Digitalanzeige macht nun für alle Interessierten deutlich, wie viele Radler pro Tag am Deutschen Museum vorbeifahren.

 

Isarvorstadt - Jetzt, wo's wieder wärmer wird, schwingen sich wieder etliche Münchner auf ihre Radl. Vor allem entlang der Isar sausen Tag für Tag etliche Radfahrer entlang. An einem der Fahrrad-"Hotspots" in München hat die Stadt nun eine moderne Zählstele errichtet, die genau zeigt, wie viele Radler täglich und im gesamten Jahr an dieser Stelle fahren. Konkret handelt es sich um die Erhardtstraße – die Zählstation befindet sich am Radweg zwischen der Ludwigs- und Boschbrücke, direkt beim Deutschen Museum und gegenüber des Deutschen Patentamts.

Ein Digitaldisplay zeigt an, wie viele Radler an der Stele vorbeifahren – und das in beide Richtungen, bei jedem Wetter und zu jeder Uhrzeit. Auch Fahrradfahrer, die nebeneinander unterwegs sind, werden einzeln erfasst. Die Station in der Ehrhardtstraße ist die sechste Dauerzählstelle für den Radverkehr im Münchner Stadtgebiet. Die Standorte der sechs Stationen finden Sie in der untenstehenden Karten. Neben den stationären Stelen führt die Stadt auch immer wieder mobile Zählungen an verschiedenen Orten durch, so beispielsweise im Englischen Garten oder am Bahnhof in Pasing.

Pro Stunde rund 900 Radler in der Rush-Hour

Doch warum der ganze Aufwand? Das Projekt geht auf einen Antrag der SPD-Stadtratsfraktion zurück. Mit der Zeit kann die Stadt anhand der gewonnenen Zahlen besser für den Verkehr planen. Die Stadt München selbst spricht in einer Mitteilung von einer "zukunfts- und angebotsorientierten Verkehrsplanung". Die Zählstationen befinden sich an immer an stark frequentierten Stellen des Münchner Radverkehrnetzes.

SPD-Stadträtin Bettina Messinger, Radverkehrsbeauftragte der Fraktion:" Schön, dass München auf unsere Initiative hin nun die erste öffentliche Fahrradzählstelle bekommt. Jeder, der an der Radstele vorbeikommt, sieht, wie groß die Gruppe der Radlerinnen und Radler in München ist. Das soll nicht nur den RadfahrerInnen selbst zeigen, dass sie in guter Gesellschaft sind, sondern auch andere motivieren, aufs Rad zu steigen. Außerdem verdeutlicht es, dass der Radverkehr ein sehr wichtiger Teil der Nahmobilität in der Stadt ist und wir gute Bedingungen für Radlerinnen und Radler schaffen müssen."

Zwar gibt es an der Ehrhardtstraße schon seit Sommer 2011 eine Radl-Zählschleife. Allerdings wurde diese nun mit neuer Technik und einer digitalen Anzeigenstele ausgestattet. Morgens und abends, zu den Spitzenzeiten von 8 bis 9 Uhr und von 18 bis 19 Uhr, kommen werktags hier pro Stunde bis zu 900 Radlerinnen und Radler vorbei und werden gezählt. Im Juli fahren im Schnitt fünf Mal so viele Radler über die Zählstelle wie im Januar. Im Jahr 2016 waren es insgesamt fast 1,2 Millionen.

In der untenstehenden Karte sind alle sechs Dauerzählstellen im Münchner Stadtgebiet markiert. Hier finden Sie zudem eine weitere Karte, auf der zusätzlich auch noch der aktuelle Stundenwert der Radler angegeben ist.

 

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