Immobilienmesse startet Expo Real: Parken statt Herumkurven

Zehn Minuten lang dauert die Suche nach einem Parkplatz in der City, wollen Experten errechnet haben. Jetzt peilen sie neue Lösungen an. Foto: ho

Die Expo Real, die an diesem Montag in München beginnt, beschäftigt sich mit Immobilien – und Autos.

 

München - Auf der Suche nach einem Parkplatz kurven Autofahrer durchschnittlich zehn Minuten lang durch Deutschlands Innenstädte. Dabei legen sie im Schnitt 4,5 Kilometer unnötig zurück, wie der Parkhaus-Betreiber Apcoa vor dem Beginn der internationalen Immobilienmesse Expo Real in München mitteilte.

Bei der Messe, die heute beginnt, will das Unternehmen neue Konzepte für Parkleitsysteme in den Innenstädten vorstellen. „Würden die Fahrer gezielt das nächste Parkhaus ansteuern können, würden sie enorm viel Zeit und Geld sparen und Umweltbelastungen vermeiden“, sagte Apcoa-Chef Ralf Bender.

Um Staus vor der Einfahrtschranke zu vermeiden, hat das Unternehmen zudem berührungslose Zugangssysteme zu Parkhäusern entwickelt. Anhand eines Chips hinter der Windschutzschreibe können Dauerparker identifiziert und eingelassen werden. Apcoa betreibt rund 80 Parkhäuser und Parkplätze in Deutschland mit insgesamt 200 000 Stellplätzen, darunter auch an den Flughäfen Stuttgart und Düsseldorf.

Das Parken ist eines von vielen Themen der Stadtentwicklung auf der Expo Real. „Bis zum Jahr 2030 sollen zwei Drittel der Weltbevölkerung in den Städten leben“, teilen die Veranstalter mit.

Die Nahversorgung mit Lebensmitteln wird angesichts der Alterung der Gesellschaft zu einem wichtigen Thema für die Städte. Die Handelskette Edeka will den Kommunen auf der Messe ihre Expansionsstrategie für die Zukunft vorstellen. Im laufenden Jahr investiert der Konzern 1,6 Milliarden Euro in die Erweiterung und Modernisierung und ist dafür auf der Suche nach Verkaufsflächen von mehr als 1500 Quadratmetern in zentralen Lagen.

Die Expo Real sieht sich als Treffpunkt für Immobilienspezialisten, Banken, Investoren sowie Städten und Wirtschaftsregionen. Mehr als 1600 Aussteller aus über 30 Ländern sind bis Mittwoch auf dem Messegelände vertreten.

Eugen Egetenmeir, Geschäftsführer der Messe München sieht „die Entwicklungen in den europäischen Immobilienmärkten durchaus positiv“. In München kommt gerade wieder ein Objekt auf den Markt: direkt an der Theresienwiese.

 

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