Immobilien immer teurer Wohnungspreise bis 2020: München mit traurigem Rekord

, aktualisiert am 29.01.2018 - 14:11 Uhr
Die Preise für Wohnungen in München steigen in den nächsten Jahren um etwa 28 Prozent an. Damit ist die bayerische Landeshauptstadt der undankbare Spitzenreiter. (Archivbild) Foto: Daniel Karmann/dpa

Wer in den nächsten Jahren in München eine Wohnung kaufen möchte, muss noch tiefer in die Tasche greifen als ohnehin schon. Der Quadratmeterpreis soll dann deutlich über der 8.000-Euro-Marke liegen.

 

München - Wenig verwunderlich, aber trotzdem beunruhigend: Die Preise für Wohneigentum in München erhöhen sich bis Ende 2020 um satte 28 Prozent – der Quadratmeterpreis liegt dann wohl weit über der 8.000-Euro-Marke. Das geht aus der neuesten Kaufpreis-Prognose des Immobilienportals "Immowelt" hervor.

Die Prognose hat die Entwicklung der Wohnungspreise in den 14 größten Städten Deutschland bis 2020 untersucht. In der bayerischen Landeshauptstadt gibt es den größten Preisanstieg. Aktuell zahlen die Münchner für den Quadratmeter im Durchschnitt 6.540 Euro, schon Ende dieses Jahres soll der Preis dann bei 7.140 Euro pro Quadratmeter liegen. Laut Immowelt beträgt der Preis in knapp drei Jahren dann etwa 8.390 Euro. Zum Vergleich: Der Quadratmeterpreis in Nürnberg soll 2020 "lediglich" bei 3.400 Euro liegen, in Berlin soll der Preis die 4.000-Euro-Marke knacken.

Noch deutlicher wird der Unterschied gegenüber dem Jahr 2010: Damals kosteten Wohnungen 2.970 Euro pro Quadratmeter und damit einen Bruchteil der Preise mit denen 2020 zu rechnen ist.

Die Grafik zeigt die Prognose für Wohnungspreise bis 2020.
Die Grafik zeigt die Prognose für Wohnungspreise bis 2020. (Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken) Grafik: Immowelt

Wenig Steigerung im Ruhrgebiet

Für die Berechnung der Kaufpreise berücksichtigte das Immobilienportal unter anderem die Entwicklung der Bevölkerung, den Verbraucherpreisindex sowie den Baupreisindex. "Die Ergebnisse unserer Prognose zeigen, dass die Preise in den deutschen Großstädten auch in den nächsten zwei Jahren steigen werden. Das liegt vor allem daran, dass der Zuzug in die Ballungsräume weiter zunimmt und sich somit die Nachfrage nach Wohnraum stetig erhöht", erklärt Ulrich Gros von Immowelt. "Das Angebot an Immobilien wird dem großen Ansturm aber nicht gerecht", prognostiziert er weiter

Neben München schießen die Wohnungspreise auch in Nürnberg (+26 Prozent), Hannover (+25 Prozent), Berlin und Stuttgart (beide +24 Prozent) in die Höhe. Der deutschlandweite Durchschnitt liegt bei einem Plus von 22 Prozent. Gegen den Trend geht es bei den meisten Städten im Ruhrgebiet.

Sowohl in Essen als auch in Dortmund werden sich die Preise für Wohneigentum nur unwesentlich verteuern. Aktuell kosten Eigentumswohnungen in Dortmund 1.340 Euro pro Quadratmeter und in Essen 1.370 Euro. Bis Anfang 2020 sind Steigerungen von gerade einmal 80 beziehungsweise 90 Euro zu erwarten

 

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