Im Zehn-Jahres-Vergleich Immobilienpreise in München sind um 150 Prozent gestiegen!

Wer sich in München eine Immobile kaufen will, muss sehr sehr viel Geld ausgeben. Foto: obs/München Tourismus/Thomas Klinger

Ein Langzeitvergleich eines Immobilienportals zeigt, wie stark die Preise für Immobilien in München in den letzten zehn Jahren gestiegen sind: Um satte 150 Prozent.

 

München - Die Kaufpreise für Immobilien in München sind in den letzten zehn Jahren um 153 Prozent gestiegen. Das zeigt eine Vergleichsstudie des Immobilienportals "immowelt". Das Unternehmen hat die Preise in den 14 größten deutschen Städten untersucht.

Es zeigt sich: Am deutlichsten sind die mittleren Quadratmeterpreise mit 153 Prozent in München gestiegen. Es folgt Berlin, wo mittlerweile 152 Prozent mehr verlangt werden als noch 2009. München ist dabei doppelter Spitzenreiter. Die Preise für Immobilieneigentum sind nicht nur am stärksten gestiegen, mit 7.500 Euro pro Quadratmeter ist München auch mit Abstand die teuerste Stadt im Vergleich.

In dieser Hinsicht hat München sogar alle anderen Großstädte weit abgehängt. 2009 etwa waren Immobilien in der Isar-Metropole 31 Prozent teurer als im ebenfalls hochpreisigen Frankfurt am Main, 2019 sind es bereits 71 Prozent.

München und Berlin teuer wie nie

Auf Platz zwei in diesem eher unrühmlichen Ranking landet Berlin. Die Hauptstadt liegt mit einem Quadratmeterpreis von 4.030 Euro zwar im Mittelfeld des Vergleichs, allerdings zogen die Preise dort um 152 Prozent an. Noch vor zehn Jahren zahlten Käufer also "nur" 1.600 Euro pro Quadratmeter.

Markant: Die Steigerung der Kaufpreise übersteigt in allen untersuchten Städten die allgemeine Inflationsrate in Deutschland. Der Verbraucherpreisindex stieg zwischen 2009 und 2019 um 13,7 Prozent an. Immobilien verteuerten sich also im gleichen Zeitraum deutlich mehr als andere Waren und Dienstleistungen.


Verglichen wurden die Angebotspreise im Median für Wohnungen und Häuser im ersten Halbjahr 2019 mit dem Vergleichszeitraum 2009. Datenbasis waren 201.400 inserierte Angebote. Die Preise sind jeweils Angebots-, keine Abschlusspreise.

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