Im Pokal-Viertelfinale Dortmund schaltet Hertha im Elfmeterschießen aus

, aktualisiert am 08.02.2017 - 23:37 Uhr
Dortmunder Jubel nach dem Ausgleich zum 1:1 gegen Hertha BSC. Foto: dpa

Borussia Dortmund steht im Viertelfinale des DFB-Pokals: Der Vorjahresfinalist setzte sich am Mittwochabend im Elfmeterschießen mit 3:2 gegen Hertha BSC durch. Außerdem weiter: Schalke, Lotte und Frankfurt.

 

München - Borussia Dortmund hat nach einem Kraftakt den frühen K.o. im DFB-Pokal abgewendet und zum sechsten Mal in Folge das Viertelfinale erreicht.

Im Elfmeterschießen gegen Hertha BSC gewann der BVB in einem Nervenspiel mit 3:2. Nach Verlängerung hatte es 1:1 (1:1, 0:1) gestanden - vier Tage nach den schweren Ausschreitungen von Dortmunder Anhängern im Bundesliga-Heimspiel gegen RB Leipzig (1:0) bleibt der Vorjahresfinalist damit zumindest sportlich im Aufwärtstrend.

Berlins Salomon Kalou setzte den entscheidenden Versuch über das Tor. Für die Hertha scheiterte zuvor Fabian Lustenberger an der Latte, Vladimir Darida patzte gegen Roman Bürki. Christian Pulisic verschoss auf Seiten des BVB. Nationalspieler Marco Reus (47.) hatte in der regulären Spielzeit vor 80.500 Zuschauer gegen die Hertha ausgeglichen, die durch Salomon Kalou (27.) in Führung gegangen war.

Dortmunds Sokratis sah in der 119. Minute die Gelb-Rote Karte wegen nicht nachlassenden Reklamierens. Die Berliner, die auch ihr drittes Auswärtsspiel im Jahr 2017 verloren, verpassten damit die Revanche für das verlorene Vorjahres-Halbfinale. Damals war Hertha im heimischen Olympiastadion mit 0:3 untergegangen.

Pokalschreck Sportfreunde Lotte schaltete auch Zweitligist TSV 1860 aus und steht als einziger Drittligist im Viertelfinale des DFB-Pokals. Der Außenseiter gewann mit 2:0 (1:0) gegen die Münchner. Keine Überraschungen gab es dagegen in Hannover und Sandhausen, dort schafften die Bundesligisten Eintracht Frankfurt und FC Schalke 04 den Sprung in die Runde der besten Acht. Frankfurt besiegte Hannover 96 mit 2:1 (0:0), die Schalker hatten beim 4:1 (3:0) gegen den Zweitligisten SV Sandhausen keine Mühe.

HANNOVER 96 - EINTRACHT FRANKFURT 1:2 (0:0)

In der Bundesliga läuft es für Eintracht Frankfurt rund, auch im Pokal dürfen die Hessen weiter vom Finale träumen. Trotz eines 0:1-Rückstandes gegen Hannover 96 drehte das Team von Trainer Niko Kovac die Partie und zog ins Viertelfinale ein. Stürmer Martin Harnik brachte die Gastgeber zunächst in Führung (57.). Binnen sechs Minuten drehte die Eintracht durch Treffer von Taleb Tawatha (62.) und Haris Seferovic (66.) das Spiel. Eintracht-Torhüter Lukas Hradecky hielt in der Nachspielzeit einen Elfmeter von Salif Sané (90.+6). Die Hessen können damit weiter auf ihre erste Final-Teilnahme seit 2006 hoffen.

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SPORTFREUNDE LOTTE - TSV 1860 2:0 (1:0)

Die Sportfreunde Lotte bleiben der Pokalschreck des diesjährigen Wettbewerbs. Nach den Bundesligisten Werder Bremen und Bayer Leverkusen scheiterte nun auch Zweitligist TSV 1860 am Drittliga-Neuling. Jaroslaw Lindner (26. Minute) und Kevin Freiberger (58.) schossen das 2:0 (1:0) von Lotte heraus und machten ihren kleinen Club um 1,265 Millionen Euro reicher. Rund eine Million Euro hatte schon das Mitwirken im Achtelfinale gebracht. Dabei ist Lotte erst zum dritten Mal überhaupt im DFB-Pokal dabei. Für die Löwen mit ihrem neuen Trainer Vitor Pereira setzte es die nächste Enttäuschung.

SV SANDHAUSEN - FC SCHALKE 04 1:4 (0:3)

Dank einer effektiven Chancenverwertung ist der FC Schalke erstmals seit sechs Jahren ins Viertelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Beim zuvor seit fünf Spielen unbesiegten Zweitligisten SV Sandhausen setzte sich der Revierklub glanzlos und souverän mit 4:1 (3:0) durch. Mit einem Dreierpack innerhalb von acht Minuten sorgten Alessandro Schöpf (38.), Winter-Neuzugang Daniel Caligiuri (43.) und Verteidiger Naldo (45.+1) noch vor der Halbzeit für die Entscheidung. SVS-Angreifer Andrew Wooten (64.) gelang im erstmals mit 14.500 Zuschauern ausverkauften Hardtwaldstadion der zwischenzeitliche Anschlusstreffer. Gegen die ansonsten harmlosen Gastgeber sorgte eingewechselte Jewgen Konopljanka (71.) wenig später für den Endstand. Letztmals hatten die Schalker 2011 die Runde der besten acht Teams erreicht - und waren anschließend Pokalsieger geworden.

 
 

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