Im Konzerthaus Gottschalk, Lanz & Co.: Promis feiern bei Klassik-Preisverleihung

Mögen's klassisch: Die VIPs beim Opus... Foto: BrauerPhotos

In Berlin wurde am Sonntagabend der Opus Klassik verliehen, der Nachfolger des abgeschafften Echo-Klassik. Mit dabei waren auch viele Prominente aus dem Showbusiness.

 

Besonders emotional und nachdenktlich war Pianist Igor Levit. Er hat seine Auszeichnung als Instrumentalist des Jahres auch den Opfern des Terroranschlags von Halle gewidmet. "Nach NSU, nach unzähligen Angriffen auf Moscheen, auf Synagogen, jüdische Friedhöfe, Flüchtlingsheime etc. ist das, was hier passiert ist, keine Überraschung", sagte Levit am Sonntag bei der Preisverleihung im Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin.

Igor Levit widmet seinen Opus den Terror-Opfern

"Ich widme meinen Preis all denen, die seit Jahren still oder laut gegen Rechtsextremismus, gegen Antisemitismus, gegen Islamophobie und gegen Antifeminismus kämpfen. All diese Begriffe eint die absolute Menschenverachtung", sagte Levit. Dann erinnerte er auch an die 40 Jahre alte Frau und den 20-Jährigen, die am vergangenen Mittwoch bei dem Terroranschlag in Halle getötet worden waren, und widmete ihnen den Preis.

Der Opus Klassik wird seit 2018 vom Verein zur Förderung der Klassischen Musik verliehen. Musikkonzerne, Platten-Labels und Konzertveranstalter hatten ihn als Nachfolger des Echo-Klassik geschaffen. Nachdem die Rapper Kollegah und Farid Bang beim Echo-Pop mit antisemitischen Liedzeilen für einen Skandal gesorgt hatten, waren alle Echo-Preise des Musikverbands BVMI abgeschafft worden.

 

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