Illegal und gefährlich Autofahrer stellt "Rekord" im Böller-Schmuggel auf

„La Bomba“ und „Colour Salute“ heißen zwei der besonders gefährlichen Böller aus dem Ausland. Sie enthalten in Deutschland nicht zugelassene Sprengstoffe. (Symbolbild) Foto: LKA Bayern

Neuer "Rekord" beim Böller-Schmuggel: Die Polizei fischte nahe des Grenzübergangs Waidhaus ein Auto mit mehr als 1200 illegale Silvesterrakten aus dem Verkehr.

Waidhaus - Es ist eine gefährliche Fracht - und das Auto war voll bis unters Dach: Ein 44-Jähriger hatte zusammengerechnet 122 Kilogramm Böller an Bord und diese von Tschechien nach Deutschland geschmuggelt. Die Polizei erwischte ihn bei einer Kontrolle auf der Autobahn 6 bei Waidhaus (Landkreis Neustadt an der Waldnaab), teilte sie am Freitag mit.

Illegale Böller haben oft gefälschte Prüfzeichen

Der Autofahrer hatte angegeben, die Böller auf einem Asiamarkt in Tschechien gekauft zu haben. Gegen ihn wird nun wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt. Der Fund ist bislang der bisher größte in 2016 im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion Waidhaus. Den "Rekord" hält aber noch immer ein Autofahrer, der vor einigen Jahren in seinen Kastenwagen etwa 800 Kilogramm illegale Böller geschmuggelt hatte.

Die Bundespolizei rät generell davon ab, Feuerwerkskörper auf den Asiamärkten in Tschechien zu kaufen. In der Regel sei die Einfuhr nach Deutschland nicht erlaubt und die Nutzung gefährlich. Es kann beispielsweise passieren, dass sie von selbst explodieren, während der Autofahrt. "Zudem werden die Prüfzeichen auf den Böllern und Raketen oft vom Hersteller gefälscht", betont die Polizei.

Wie gefährlich illegale Raketen aus dem Ausland sind, zeigte am Donnerstag das Klinikum Dortmund via Twitter und Facebook. Es verbreitete ein Schock-Foto, das eine zerfetzte Hand zeigt, der nach einem Böller-Unfall mehrere Finger fehlten. "An alle Knall-Köppe, die Silvester den Kick suchen: Keine illegalen Böller kaufen! Gruß aus der Unfallklinik Dortmund", schrieb das Klinikum als Kommentar zu dem Bild. Damit wollte die Klinik kurz vor Silvester vor allem Kinder und Jugendliche für die Gefahren, die von Feuerwerksraketen ausgehen, sensibilisieren.

 

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