Idee von Grünen und CSU MVG reagiert: 5-Minuten-Takt? Erst ab 2030!

Taktverdichtung und an drei Tagen ein U-Bahn-Betrieb rund um die Uhr. Das wünschen sich CSU und Grüne am liebsten schon für 2020. Foto: dpa

Die Münchner Verkehrsgesellschaft peilt realistisch das Jahr 2030 an, bis der 5-Minuten-Takt auf allen Linien kommt. Die MVG nennt auch Gründe, warum flächendeckende Taktverdichtungen "kurzfristig" nicht möglich sind.

 

München - Eine Taktverdichtung und an drei Tagen ein U-Bahn-Betrieb rund um die Uhr - das wünschen sich CSU und Grüne am liebsten schon für 2020. Jetzt reagiert die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG).

Sie verfolgt das gleiche Ziel, tut dies allerdings mit einem duetlich entspannteren Zeitplan. Man peile realistisch 2030 an, bis der 5-Minuten-Takt auf allen Linien (bis 21 Uhr, danach 10-Minuten-Takt) und die Nacht-U-Bahn kommen wird, heißt es am Mittwoch in einer Mitteilung.

Das Angebot werde "selbstverständlich weiter ausgebaut", die entsprechenden Schritte seien "bereits in Planung". Die MVG nennt auch Gründe, warum flächendeckende Taktverdichtungen "kurzfristig" nicht möglich sind...

  • Ein dichterer Takt mit höherer Beanspruchung der Infrastruktur und geringeren Zeitfenstern für die Instandhaltung erfordere die Neuausrichtung von Instandhaltungsstrategien im Netz und die Prüfung von Ertüchtigungsmaßnahmen an der Infrastruktur.
     
  • Ebenso seien Betriebs- und Werkstattabläufe zur Wartung und Reparatur von Fahrzeugen völlig neu zu implementieren und zu testen.
     
  • Hinzu komme der steigende Personalbedarf (Fahrdienst, Werkstätten, U-Bahnwache usw.).
     
  • Es müssten zusätzliche U-Bahnzüge beschafft werden. Bautätigkeiten werden in der U-Bahn in Randzeiten und nachts konzentriert, um die Auswirkungen auf die Fahrgäste zu begrenzen. Bei steigendem Sanierungsbedarf seien entsprechende Baufenster künftig umso mehr erforderlich. Die MVG arbeite an allen genannten Themen, um den Mobilitätsbedürfnissen der wachsenden Stadt rund um die Uhr gerecht zu werden. In diesem Zusammenhang sei geplant, in Abstimmung mit der Landeshauptstadt auch das bestehende Nachtnetz grundsätzlich neu zu konzipieren.
 

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