Idee aus der CSU-Fraktion Ruffinihaus in München: Platz für kreative Start-ups

Das Ruffinihaus in der Sendlinger Straße wird voraussichtlich noch bis August 2020 saniert. Foto: Daniel von Loeper

Das Ruffinihaus in der Sendlinger Straße wird voraussichtlich noch bis August 2020 saniert. Der CSU-Stadtrat Richard Quaas will statt Verwaltung Start-ups in dem Gebäude unterbringen. 

 

München - Mit seiner reich verzierten Fassade ist das mehr als 100 Jahre alte Ruffinihaus eines der bekanntesten Gebäude in der Altstadt. Seit anderthalb Jahren wird es saniert. Die Läden aus dem Erdgeschoss mussten deshalb vorübergehend umziehen. Die meisten von ihnen sind zurzeit in Interimsräumen im Stadtmuseum untergebracht.

Auch Teile der Stadtverwaltung, die in den oberen Geschossen ihre Büros hatten, mussten während der Sanierung raus. Deren Räume gab die Stadt Ende 2017 drei Monate lang für eine Zwischennutzung an Münchner Kultur- und Kreativschaffende her. "Verschiedene Start-ups waren so übergangsweise im Ruffinihaus", sagt Stadtrat Richard Quaas (CSU). "Und die jungen Leute lobten die inspirierende Atmosphäre mitten in der Altstadt."

Idee: Ersten Stock für zwei Jahre für Start-ups frei halten

Das brachte ihn auf eine Idee: Nach der Sanierung will er den ersten Stock für zwei Jahre komplett für kreativwirtschaftliche Start-ups frei halten. Einen entsprechenden Antrag hat Quaas im Stadtrat eingereicht.

Unterstützung erhält Quaas von Kommunalreferentin Kristina Frank (ebenfalls CSU). "Dieses Kleinod könnte zum Hotspot für Kreativschaffende werden", sagt sie. "Das macht diese Ecke quirliger, denn es werden auch Leute angezogen, die hier eigentlich ungewöhnlich sind." 

Ruffinihaus: Ins Erdgeschoss ziehen wieder Läden ein

Ins Erdgeschoss ziehen voraussichtlich schon diesen Herbst wieder Läden ein. "Alle vorherigen Mieter haben ein Rückkehrrecht und fast alle werden davon Gebrauch machen", so Frank.

Der Rest des Gebäudes wird noch bis August 2020 renoviert. In den zweiten und dritten Stock sollen dann wieder Mitarbeiter des Rathauses und auch der Stadtverwaltung untergebracht werden.

"So entsteht eine richtige ,München Mischung’ aus verschiedenen Bevölkerungsgruppen", findet Stadtrat Quaas. Er hofft, bis Ende des Jahres die Zustimmung für seinen Antrag im Stadtrat zu bekommen.

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