Hundebuch von Ex-Erotik-Star Dolly Buster: Zusatzhauptgewinn bei "Promi Shopping Queen"

"Ohne Maulkorb" heißt das neue Buch von Dolly Buster Foto: Heyne Verlag

Seit sie nicht mehr als Erotik-Darstellerin arbeitet, ist Dolly Buster u.a. Malerin, Produzentin, Regisseurin - und Autorin. In ihrem neuen Buch kommt ihr Hund Lio zu Wort. Und der nimmt die deutsche TV-Landschaft ganz schön auf die Schippe. Was dahintersteckt, verrät Dolly Buster im Interview. Und auch, was sie vom Hype um "Fifty Shades of Grey" hält.

 

Noch ein Buch über einen Promi und seinen Hund? Das stimmt bei Dolly Buster (45) so nicht ganz: Sie lässt in ihrem satirischen Tatsachenroman "Ohne Maulkorb: Aus dem Tagebuch meines Hundes" (Heyne, 224 Seiten, 8,99 Euro) ihren Beagle Lio sprechen. Und der hat einiges zu erzählen: Er erfährt nicht nur, dass er zu Höherem geboren ist - in amüsanter Weise nimmt er auch TV-Shows auf die Schippe, in denen er selbst oder sein Frauchen zu sehen waren - die beiden lernten sich tatsächlich durch "Promi Shopping Queen" kennen. Und auch Anspielungen auf den ein oder anderen Promi-Kollegen von Dolly Buster kann sich Lio nicht verkneifen. Wie viel Wahres dahintersteckt und was sie vom Hype um "Fifty Shades of Grey" hält, erzählt die ehemalige Erotik-Darstellerin im Interview mit spot on news.

Dolly Buster und ihr Hund Foto:Astrid Castillo

Ihr Hund Lio berichtet in "Ohne Maulkorb" über sein Leben. Karl Lagerfelds Katze Choupette hat zwei Nannys, einen Bodyguard und 46.000 Follower auf Twitter - will Lio auch so hoch hinaus?

Dolly Buster: Sir Lio ist überzeugt, ein einzigartiges Wesen zu sein. Er hat sein Facebook-Profil bereits deaktiviert, da es ihm zu inflationär vorkam, einer unter vielen Millionen zu sein.

Ihr Buch hat auch einen ernsten Hintergrund. Sie engagieren sich für den Tierschutz. Was liegt Ihnen da besonders am Herzen?

Dolly Buster: Ich liebe Hunde und möchte, dass es allen Tieren auf der Welt gut geht. Tiere sind oft die besseren Menschen. Mein Buch ist zwar reine Satire, es weist allerdings dennoch auch auf Missstände hin. Die Katze Triple Trouble ist eine Anspielung auf die wahre Katze Double Trouble, die eine traurige Berühmtheit erlangte, weil sie für besonders grausame Tierversuche benutzt worden ist. Die Tierschutzorganisation Peta berichtete von ihrem Leid. Ich engagiere mich zudem im osteuropäischen Raum gegen den illegalen Welpen-Handel.

Wie würden Sie diesen Satz vervollständigen: "Meine Hunde sind für mich..."

Dolly Busters Hund Foto:Privat

Dolly Buster: ...wie meine Familie, Freunde - nach dem Motto: Der Hund ist dir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.

Stolz auf "sein" Werk: Lio Foto:Privat

In dem Buch nehmen Sie aus Hundesicht auch mit viel Humor einige Fernseh-Shows und Promis auf die Schippe. Wissen die betreffenden Personen, dass Sie darin vorkommen?

Dolly Buster: Nicht alle, aber es ist erstaunlich, wie viel Wahres in diesem Roman steht, von Personen abgesehen, wurden natürlich Chronologie und einige satirisch überhöhte Passagen frei erfunden. Denn für einen Roman über einen Rüden, der den ganzen Tag nur isst und schläft, würden sich vermutlich nicht viele interessieren. Dass Schöne ist, Lio wurde bei seinen früheren Eskapaden und einem vermeintlichen Verbesserungsversuch in mehreren TV-Folgen dokumentiert. Die auf satirische Art und Weise veränderte Buchgeschichte basiert auf den nach wie vor zugänglichen Tierformatsendungen im Netz.

Auch über Ihre eigenen Ausflüge ins Dschungelcamp oder zu "Promi Shopping Queen" lässt Lio die ein oder andere Bemerkung fallen. Welche der Shows, an denen Sie bisher teilgenommen haben, hat Ihnen am meisten Spaß gemacht und was fanden Sie schrecklich?

Dolly Buster: "Promi Shopping Queen" ist eine tolle Sendung, die ich nicht nur gewonnen habe, sondern auch einen Zusatzhauptgewinn machen konnte, nämlich meinen Lio. Ihn habe ich bei den Dreharbeiten kennen- und lieben gelernt. Im Dschungel hielt ich mich lediglich knappe 24 Stunden auf, länger habe ich mir nicht zugemutet. Als Zuschauerin bleibe ich allerdings ein treuer Fan dieser beiden Formate.

Welche Fernseh-Show würde Sie noch reizen?

Dolly Buster: Die Qualität der deutschen TV-Landschaft ist im Moment unterdurchschnittlich, sodass mich überhaupt nichts reizen würde.

Sie selbst sind eine erfolgreiche Geschäftsfrau: Seit dem Ende ihrer Karriere als Pornodarstellerin arbeiten Sie hinter der Kamera, sind auch Autorin und Malerin. Was verschafft Ihnen heute die meiste berufliche Befriedigung?

Dolly Buster: Ich bin ein kreativer Geist, der nie ruhen kann, die meiste Zeit verbringe ich in meinem Atelier beim Malen, währenddessen ich gedanklich wieder an neuen Konzepten arbeite.

Wie hat sich das Porno-Geschäft durch das Internet verändert?

Dolly Buster: Im Vertrieb hat sich alles verändert und im Inhalt ist alles gleich geblieben.

Was halten Sie vom Hype um "Fifty Shades of Grey"? Sehen Sie sich den Film an?

Dolly Buster: Nachdem ich das Buch vor langer Zeit und Langeweile zur Seite gelegt habe, ist es nicht wahrscheinlich, dass ich mir den Film ansehen werde. Ich schaue im Übrigen ausschließlich Krimis an.

 

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