Hund in München vermisst Verzweifelt gesucht: Der süße Benschi

Der kleine Ratero-Pinscher-Mischling "Benschi" (2) wird seit Anfang Juli vermisst. Jetzt bittet seine Besitzerin die AZ-Leser um Hilfe. Foto: ho

Im Biergarten greift eine Dogge den kleinen Mischlingshund "Benschi" an. Der reißt sich los und rennt davon. Seit vier Monaten wird das Tier regelmäßig in der Stadt gesehen – bloß einfangen konnte es bislang niemand.

 

München - Marie Wölfle ist völlig verzweifelt. Seit fast vier Monaten sucht die Fußpflegerin bereits nach ihrem Hund „Benschi“. Sie hat in der Stadt Plakate aufgehängt, Flyer verteilt und Anzeigen in Zeitungen geschaltet – sogar mit Erfolg: „Benschi“ wurde immer wieder gesehen, mehrmals im Englischen Garten, dann wieder am Ostbahnhof. Bloß einfangen ließ sich der kleine Vierbeiner bislang nicht. Und alles nur, weil eine Argentinische Dogge (Dogo argentino) den Pinscher-Mischling angegriffen hat.

„Meine Mutter und mein Bruder waren am 4. Juli mit Benschi auf der Theresienwiese spazieren“, erzählt Marie Wölfle.

Anschließend ging es in den alten Biergarten hinter der Bavaria. „Plötzlich schoss unter einem der Tische diese Dogge hervor. Sie war nicht angeleint und ist ohne Grund auf den Kleinen losgegangen.“ Marie Wölfles Mutter versucht, den Hund ihrer Tochter zu beschützen – und wird von der Dogge in die Hand gebissen. Benschi gerät so sehr in Panik, dass er sich aus seinem Geschirr herauswindet und wegläuft.

Der Bruder versucht, dem Hund zu folgen. Vergeblich. Die Mutter ruft die Polizei. Doch als die Beamten den Biergarten erreichen, ist Benschi längst über alle Berge. Auch die Dogge und ihr Besitzer sind verschwunden. „Dabei muss der Mann gemerkt haben, dass etwas passiert ist. Meine Mutter hatte eine weiße Bluse an, der Ärmel war blutverschmiert“, sagt Marie Wölfle. Der Familie bleibt nur, Anzeige gegen Unbekannt zu erstatten und die verletzte Mutter ins Krankenhaus zu bringen. „Die Wunde ist mittlerweile verheilt. Aber meine Mutter hat noch ein paar Schwierigkeiten, weil der Hund auch die Sehnen erwischt hat“, sagt Benschis Besitzerin. Viel schlimmer für ihre Mutter sei aber der seelische Schock. „Sie macht sich solche Vorwürfe. Dabei wäre wahrscheinlich dasselbe passiert, wenn ich dabei gewesen wäre“, glaubt die 31-Jährige.

Das Verfahren habe die Polizei in der Zwischenzeit eingestellt, erzählt sie weiter. „Der Besitzer der Dogge konnte nicht ermittelt werden. Ich kann das eigentlich nicht verstehen. Solche Hunde müssen doch registriert sein und so viele davon wird es in München nicht geben.“ Tatsächlich gelten Argentinische Doggen in Bayern als Listenhunde der Kategorie 2. Sie dürfen nur gehalten werden, wenn ein Gutachter bescheinigt, dass sie ungefährlich sind.

Wie auch immer. Für Marie Wölfle und ihre Familie zählt etwas ganz anderes: „Wir wollen unseren Benschi wieder haben. Er ist so ein toller, lieber Hund.“ Allerdings ist der Mischling extrem scheu. „Er stammt aus Spanien und wurde dort nicht gut gehalten. Als ihn eine Tierschutzorganisation nach Bayern brachte, war er total abgemagert.“

Marie Wölfle bittet die Münchner deshalb, nach ihrem Benschi Ausschau zu halten, den eingeschüchterten Ausreißer aber nicht anzufassen.

„Er ist ein Angsthund und die sollte man auf keinen Fall rufen. Man sollte auch nicht versuchen Benschi zu fangen – sonst läuft er wieder fort.“

Besser sei es, sofort die Besitzerin zu verständigen, vielleicht ein Handyfoto von Benschi zu schießen und dann – mit gebührendem Abstand – zu beobachten, wohin der kleine Kerl läuft.

Benschis Besitzerin Marie Wölfle erreichen Sie unter der Telefonnummer  0179 / 220 44 91.

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