Hort Champs Installation: Abseits im Alltag

Mitten in der Stadt und doch oft vergessen: der Max-Joseph-Platz. Foto: Daniel von Loeper

Eine Kunstinstallation soll auf Orte aufmerksam machen, die im täglichen Bebusstsein eher verschwinden. Ab Samstag ist der Max-Joseph-Platz an der Reihe.

Altstadt - Manche laufen jeden Tag daran vorbei, verbringen vielleicht mehrere Stunden dort – während der Ort den meisten anderen Bürgern, obwohl sehr präsent. gar nicht recht im Bewusstsein ist.

Die Künstlerin Katharina Edinger beschäftigt sich in ihrer Installationsreihe mit diesem Phänomen. Der nächste Standort, den sie dafür ausgewählt hat, ist der Max-Joseph-Platz. „Hors Champ – Orte am Rande der Wahrnehmung“ heißt das Projekt sinnigerweise.

Hors-Champ heißt auf Deutsch „Abseits des Feldes“ und ist ein Begriff aus der Filmwissenschaft. Er beschreibt das nicht sichtbare Feld in einem Film, also beispielsweise eine Stimme aus dem Off.

Nicht alle Stellen, die Teil des Projekts sind, haben die Münchner einfach nur in ihrem Unterbewusstsein – manche sind gemieden, andere gar nicht erst zugänglich.

Ein unterirdischer Bach bespielsweise oder – auch im reichen München Realität – Schlafplätze unter Brücken.

Die in einem Container auf dem Max-Joseph-Platz gezeigten ortsspezifischen Situationen sollen einladen, sich über seine eigene Verortung und damit einhergehende Identifikation und Integration im städtischen Raum Gedanken zu machen.

Die Filminstallation ist von Samstag, 6. bis Donnerstag, 11. August, täglich von 10 bis 17 Uhr, zu besichtigen. Am 8. August, ist die Künstlerin ab 17 Uhr selbst vor Ort.

 

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