Toten gehören zu einer Großfamilie Vier Menschen sterben bei schwerem Unfall im Cabrio

, aktualisiert am 26.05.2016 - 11:51 Uhr
Ein 23-jähriger Autofahrer wollte mit seinem Wagen ein Cabrio überholen, doch in einer leichten Kurve berührten sich die Wagen und krachten in einen Lastwagen, der ihnen entgegenkam. Foto: dpa

Ein Überholmanöver hat in Ostwestfalen vier Menschen das Leben gekostet. Ob Alkohol im Spiel war, ist noch unklar. Helfer berichten von einem schrecklichen Bild an der Unfallstelle.

 

Petershagen - Bei einem schweren Autounfall in Ostwestfalen sind vier Menschen in einem Cabrio ums Leben gekommen. Drei Menschen wurden bei dem Unfall auf der Bundesstraße 482 in Petershagen (Kreis Minden-Lübbecke) schwer verletzt. "Ein 23-jähriger Autofahrer wollte in der Nacht zum Donnerstag mit seinem Wagen ein Cabrio überholen", sagte ein Polizeisprecher. In einer leichten Kurve berührten sich die Autos und krachten in einen entgegenkommenden Lastwagen.

Die Fahrzeuginsassen der beiden Autos wurden in ihren Fahrzeugen eingeklemmt und mussten von der Feuerwehr mit schwerem Gerät geborgen werden. Im Cabrio starben vier Insassen im Alter zwischen 18 und 43 Jahren. Ein 22-Jähriger, der hinten im Wagen saß, überlebte schwer verletzt.

"Die Männer in dem Cabrio gehören zu einer Großfamilie aus Niedersachsen", sagte der Sprecher. Die beiden Insassen des Kleinwagens kamen schwer verletzt ins Krankenhaus. Ihnen wurden Blutproben entnommen. Sie stammen, wie die Männer aus dem Cabrio, aus dem Kreis Nienburg. Die 46 Jahre alte Lkw-Fahrerin erlitt einen Schock.

An der Unfallstelle sehe es schrecklich aus, sagte der Polizeisprecher am Morgen. Die beiden Autos wurden schwer beschädigt. Der Kleinwagen, der das Cabrio überholt hatte, landete auf dem Dach. "Es müssen gewaltige Kräfte gewirkt haben", sagte der Einsatzleiter der Feuerwehr an der Unfallstelle. Er sprach von einem schwierigen Einsatz. Drei Notärzte sowie acht Rettungswagenbesatzungen waren vor Ort. Die Bundesstraße an der Grenze zu Niedersachsen blieb stundenlang gesperrt.

 

1 Kommentar