Hoher Sieg gegen Stockholm muss her Vorbild Liverpool: So will der EHC das Wunder schaffen

EHC-Jubel nach dem 2:2-Ausgleich gegen Mannheim. Setzen die Red Bulls heute gegen Stockholm eine weitere Aufholjagd drauf? Foto: Feiner/Eibner-Pressefoto/imago

Der EHC München steht nach der 1:5-Pleite im Hinspiel gegen Stockholm mit dem Rücken zur Wand. 

 

München - Wie schnell ein vermeintlich entschiedenes Eishockeyspiel eine ganz neue Wendung nehmen kann, demonstrierte der EHC Red Bull München am Sonntag: Acht Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit explodierte das Olympia-Eisstadion, als Stürmer Trevor Parkes einen Abpraller zum 2:2 gegen die Adler Mannheim einschoss. Zwei Minuten vor dem Ende hatte der stark ersatzgeschwächte EHC im Topspiel der DEL noch mit 0:2 zurückgelegen, doch der Doppelpack von Parkes machte die Aufholjagd perfekt.

Und auch, wenn das Spiel in der Verlängerung noch mit 2:3 verlorenging, als Mutmacher taugt die Partie auf jeden Fall – muss der EHC doch schon am Dienstagabend (20 Uhr/Sport1) im Viertelfinal-Rückspiel der Champions Hockey League gegen Djugarden Stockholm eine weitere Aufholjagd hinlegen. Durch die 1:5-Pleite im Hinspiel hat man sich jedenfalls in eine fast aussichtslose Situation gebracht.

Der Plan gegen Djurgarden Stockholm: Frühe Tore

Doch das Spiel gegen Mannheim hat wieder einmal gezeigt, was im Eishockey möglich ist. "Ein frühes Tor würde uns extrem helfen, und danach am besten das zweite. Es ist immer noch Eishockey, das macht diesen Sport so besonders", sagte EHC-Trainer Don Jackson, der aber weiß: "Es wird eine gewaltige Aufgabe."

Kapitän Patrick Hager hat ein ähnliches Szenario im Kopf wie Jackson: "Wenn wir es schaffen, früh das 1:0 und das 2:0 zu machen, dann schauen wir mal, wie die Schweden reagieren."

Patrick Hager zieht Vergleich zum Fußball

An ein "Wunder" will er noch nicht denken, dennoch zieht er einen Vergleich zur Fußball-Champions League: "Es gibt diese Abende, an denen der FC Liverpool oder der FC Barcelona solche Rückstände noch drehen können, warum soll das im Eishockey nicht auch möglich sein?"

Die Reds aus Liverpool mussten im vergangenen Jahr bei ihrem Wunder von der Anfield Road gegen den FC Barcelona (4:0 nach einem 0:3 im Hinspiel) übrigens auf ihre Topstars Mohamed Salah und Roberto Firmino verzichten. Auch das eine Parallele zum EHC, der zuletzt ohne acht Spieler auskommen musste – darunter die beiden Torhüter Danny aus den Birken (Fuß-OP) und Kevin Reich (Oberkörperverletzung).

Verletzte Spieler: EHC verlässt sich auf Daniel Fießinger

Und so muss es auch im Rückspiel gegen Djurgarden Youngster Daniel Fießinger (23) richten. Der dritte Torhüter zeigte gegen Mannheim eine starke Leistung und hat das Vertrauen der Verantwortlichen. Eine Neuverpflichtung kommt für Jackson nicht in Frage, weil zumindest aus den Birken in wenigen Wochen zurückerwartet wird. "Fießinger ist unser Plan in den nächsten Wochen", sagte Jackson.

Auch innerhalb der Mannschaft scheint man an Fießinger nicht zu zweifeln. "Es ist nicht einfach, wenn man ins kalte Wasser geworfen wird, aber er hat seine Sache ausgezeichnet gemacht, und die starken Paraden gegen Mannheim haben ihm auch persönlich gutgetan", sagte Hager. Viel zu verlieren haben die Red Bulls nun ohnehin nicht mehr – aber mit der Euphorie aus den letzten Minuten gegen Mannheim vielleicht einiges zu gewinnen.

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