Hochwasser von Mittwoch Nach verheerender Flut: Niederbayern räumt auf!

Aufräumen nach dem Hochwasser: Nasser Müll, Schlamm und Wasser soweit das Auge reicht. Die Bilder aus Simbach am Inn, Triftern und weiteren Gemeinden. Foto: dpa/AZ

An Aufatmen ist auch am dritten Tag der Hochwasserkatastrophe in Niederbayern nicht zu denken: Noch immer werden Menschen vermisst, es fehlt an Trinkwasser. Der Regen hat zwar aufgehört, doch bei den Aufräumarbeiten hilft das nur bedingt.

 

Simbach/Triftern - Zwei Tage nach der schrecklichen Flutkatastrophe in Niederbayern werden am Freitag in der betroffenen Region die Aufräumarbeiten unter Hochdruck fortgesetzt. Mit der Hilfe von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk räumen Einwohner der überfluteten Orte im Landkreis Rottal-Inn ihre Straßen und Häuser frei, die ein stinkender Schlamm überzieht. Darunter kommt das Ausmaß des Schadens zum Vorschein: Allein im Landkreis Rottal-Inn wird er auf einen dreistelligen Millionenbetrag beziffert. In etlichen Schulen im Landkreis fiel auch am Freitag der Unterricht aus.

Zugleich läuft die Suche nach Vermissten weiter: Nachdem am Vorabend der sechste Tote des Hochwassers in Simbach am Inn geborgen worden war, wurde am Freitagmorgen nach Polizeiangaben noch ein älteres Ehepaar vermisst.

Der heftige Regen, der am Mittwoch unvermittelt über die Gegend hereingebrochen war, hat zwar aufgehört. Doch für die Aufräumarbeiten ist das nicht unbedingt günstig. "Das Problem ist, dass der Schlamm rasch abgeräumt werden muss. Wenn er einmal getrocknet ist, wird er steinhart", erklärt ein Sprecher des Technischen Hilfswerks.

Wasserversorgung teilweise ausgefallen

Neben dem Kampf gegen die Zeit deuten sich weitere Probleme an: "Das Wichtigste ist heute, eine flächendeckende Trinkwasserversorgung und das Straßennetz wiederherzustellen", sagte eine Sprecherin des Landratsamtes Rottal-Inn. In den am schwersten betroffenen Städten Simbach am Inn, Triftern und Tann war stellenweise die Wasserversorgung ausgefallen. Die Behörden mahnten die Einwohner, Trinkwasser vor dem Verbrauch abzukochen. Zumindest die Stromversorgung war am Morgen aber fast flächendeckend wieder intakt.

 

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