Hochwasser in Bayern Gaffer behindern Rettungskräfte - Geldstrafe gefordert

Einsatzkräfte der Feuerwehr und Bundeswehr sichern Dienstag nahe Winzer bei Deggendorf (Bayern) einen Donaudamm vor dem Hochwasser. Foto: Armin Weigel, dpa

Die niederbayerische Polizei ist genervt von Schaulustigen, die Helfer beim Kampf gegen das Hochwasser behindern sollen. Der Chef des bayerischen Feuerwehrverbandes fordert Konsequenzen.

 

Straubing - Schaulustige behindern nach Angaben der Polizei die Helfer beim Kampf gegen das Hochwasser in Niederbayern. „Die Einsatzkräfte vor Ort haben derzeit wahrlich anderes zu tun, als Touristen, die sich selber in Gefahr bringen, zu retten“, sagte der Vizepräsident der niederbayerischen Polizei, Anton Scherl, am Mittwoch.

Bereits am Vortag hatte der Chef des bayerischen Feuerwehrverbandes, Alfons Weinzierl, Geldstrafen für Gaffer gefordert, die Rettungskräfte behindern.

Die Stadt Deggendorf war am Mittwoch mit dem Auto nur schwer zu erreichen. Die Autobahn 3 Nürnberg-Passau war komplett gesperrt, die Autobahn 92 nach Deggendorf war ebenfalls nicht mehr befahrbar. Auf den Umleitungsstrecken hatten sich nach Polizeiangaben Staus gebildet. Das Landratsamt Deggendorf teilte mit, die Stadt sei am besten mit der Waldbahn von Plattling aus zu erreichen.

Die Menschen sollten, wenn möglich, auf Autofahrten verzichten, um die Fahrzeuge der Rettungskräfte nicht zu behindern.

 

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