Hochsicherheitszone 3100 Polizisten sind während der Siko im Einsatz

Die Siko im vergangenen Jahr Foto: Petra Schramek

Eiskalt soll es bei der Demo gegen die Siko am samstag sein: Schal und Mütze können  gegen Vermummungsverbot verstoßen.

 

München - Am Freitagmorgen verwandeln sich weite Teile der Münchner Innenstadt wieder für drei Tage in eine Festung. Rund um den Promenadeplatz wird ein Sperr-Ring eingerichtet. 3100 Polizisten schützen das Treffen, zu dem 16 Staats- und Regierungschefs sowie mehr als 40 Außen- und Verteidigungsminister, darunter US-Außenministerin Hillary Clinton und US-Verteidigungsminister Leon Panetta, erwartet werden.

Die Sicherheitskonferenz ist ein „potentielles Angriffsziel mit hohem Symbolwert“, betont Polizei-Vizepräsident Robert Kopp. Und fügt im selben Atemzug hinzu: „Konkrete Hinweise auf einen drohenden Terroranschlag liegen derzeit nicht vor.“

Auch der Protest auf der Straße verlief zuletzt eher friedlich. Im vergangenen Jahr gab es während der Demo durch die Innenstadt keine einzige Festnahme. Entsprechend hat die Polizei ihre Kräfte um 300 Mann reduziert. 3100 Polizisten bewachen die Konferenz, dazu kommen 250 Beamte der Bundespolizei, die in Bahnhöfen und Zügen patrouillieren.

Ärger könnte höchstens der Frost machen. Viele werden dick eingepackt mit Schal und Mütze zur Demo kommen. Das könnte als Verstoß gegen das Vermummungsverbot ausgelegt werden. Die Veranstalter rechnen mit 5000 Demonstranten, die Polizei mit deutlich weniger. „München ist sicher“, betont Robert Kopp, „jeder kann in die City zum Einkaufen kommen“. Allerdings sollte man aufs Auto verzichten.

 

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