Hochschule an der Karlstraße Architekturstudenten wollen nicht umziehen

Für Außenstehende wirkt es unscheinbar – die Studenten der Architekturschule hängen an ihrem Gebäude. Foto: ho Foto: ho

Die Studierenden der Architekturschule an der Karlstraße wehren sich gegen die Pläne des Kultusministeriums, die Fakultät von der Karlstraße in die Lothstraße zu verlegen. Am Mittwoch veranstaltet die Fachschaft einen Spaziergang im nahegelegenen Kunstareal.

Maxvorstadt - Schon länger ging an der Hochschule das Gerücht um, dass das Grundstück an der Karlstraße 6 verkauft werden solle. Das ist bisher nicht bestätigt. Anfang April erhielten die Stundenten allerdings die Bestätigung, dass ihnen der Umzug bevorsteht. In der Lothstraße soll dafür ein eigener Neubau entstehen.

Davon hält Fachschaftsvertreterin Nina Brechtel allerdings nicht viel: „Ein Neubau kann niemals den Standard unseres jetzigen Gebäudes erreichen. Das Gebäude ist denkmalwürdig. Es gibt breite Gänge, wunderbare Holzvertäfelungen und Terrazzoböden.“ Damit ist das Bauwerk selbst schon Anschauungsmaterial für die angehenden Architekten.

Zweck des Umzugs ist, dass alles Fakultäten der Hochschule München an einem Standort sind. Die Begründung will Brechtel so allerdings nicht hinnehmen: „Die BWLer sind in Pasing und dürfen auch da bleiben.“

Die Stundenten wehren sich: Auf der Internet-Plattform Open Petition haben sie eine Petition gestartet. „Die traditionsreiche Architekturschule muss im Münchner Kunstareal bleiben!“ lautet der Aufruf 2358 Unterstützer haben die Studenten schon gesammelt (Anm.: Stand bei Redaktionsschluss). Außerdem haben Brechtel und ihre Mitstreiter eine Website erstellt auf der sie ihr Anliegen und den historischen Wert des Hauses für die Architekturfakultät darstellen.

Der Rundgang mit den Studenten startet heute um 16 Uhr vor der Fakultät an der Karlstraße 6. Er führt unter anderem zum Architekturmuseum, zum Institut für Kunstgeschichte und zum NS-Dokumentationszentrum.

 

0 Kommentare

Kommentieren

  1. null