Hochkaräter in der Musik-Arena Tollwood: Das sind die Konzert-Highlights 2015!

Auch dieses Jahr gibt es auf dem Tollwood zahlreiche musikalische Hochkaräter zu sehen. Klicken Sie sich durch die Highlights der Musik-Arena. Foto: Bernd Wackerbauer

Bald ist wieder Tollwood-Zeit: Von 24. Juni bis 19. Juli geht's im Olympiapark rund! Wie jedes Jahr ist natürlich auch die Musik-Arena, mit zahlreichen musikalischen Hochkarätern, dabei. Die Konzert-Highlights im Überblick.

 

München - Die Tollwood-Musiklandschaft ist so abwechslungsreich und vielseitig, wie das Festival selbst. Hier ist für jeden Besucher das passende Konzert dabei - die Veranstalter halten jeden Tag ein neues Schmankerl bereit!

Angefangen von Folk und Rock, über Klassik oder Rap, bis hin zu exotischeren Sounds und vielem mehr - in deutsch, englisch, französisch oder einer anderen Sprache; die Musik-Arena hat auch dieses Jahr wieder einiges zu bieten.

Neben bekannten Größen des Musik-Business' treten zum Teil auch unbekanntere, aber hochtalentierte Künstler auf, die den "Großen" jedoch in Nichts nachstehen. Ein Blick auf die bevorstehenden Tollwood-Konzerte lohnt sich - die AZ gibt einen kleinen Vorgeschmack auf die Highlights.

24.06.: Roger Hodgson & Band

Die Eröffnung des Festivals und den Anfang in der Musik-Arena macht dieses Jahr Roger Hodgson, der die Fans bereits 2010 und 2013 auf dem Tollwood begeisterte. Vor fünf Jahren nur von einem Multiinstrumentalisten begleitet, kam er 2013 schon mit kompletter Band und auch dieses Jahr tritt er als "Roger Hodgson & Band" auf.

Hodgson gilt als einer der begabtesten Songschreiber und Texter. Sein Markenzeichen: Nachdenkliche Texte, die mit fröhlichen Melodien verbunden werden. Als Stimme und Songwriter der größten Hits von Supertramp ("Breakfast In America", "Give A Little Bit" oder "Dreamer") ist er weltweit bekannt geworden und steht mittlerweile seit 40 Jahren auf den internationalen Bühnen.

Schon in jungen Jahren traf er Rick Davies, womit der Kern von Supertramp geboren war. Nach einigen Jahren und mehreren Nr.1-Hits gipfelte der weltweite Erfolg in "Breakfast In America", das 18 Millionen Mal verkauft wurde.

1983 beendet Hodgson seine Zusammenarbeit mit Supertramp und machte als Solokünstler weiter. Auch hier hatte er Erfolg, doch gerade als sein zweites Soloalbum "Hai, Hai" veröffentlicht wurde, stürzte der begnadete Musiker und brach sich bei dem Unfall beide Handgelenke. Die Ärzte sagten ihm, er würde nie wieder Musik machen können - Hodgson belehrte sie eines Besseren. Zwar vergingen zehn Jahre bis zum Erscheinen des nächsten Albums, doch Hodgson war wieder da. Und ist es bis heute... auch in der Tollwood-Musik-Arena.

Roger Hodgson & Band | 24.06. | 19:30 Uhr | 55,50 €

29.06.: Status Quo & Uriah Heep (Special Guest)

Status Quo gehört mittlerweile seit 50 Jahren zum Musikbusiness und sie haben noch lange nicht genug. Der Bandname ist schon deshalb passend gewählt, weil die britischen Boogie-Rocker ihrem ganz eigenen Stil seit Mitte der 70er Jahre treu geblieben sind. Und das mit großem Erfolg: Status Quo haben bisher insgesamt über 118 Millionen Platten verkauft und mehr als 5.500 Konzerte vor insgesamt rund 25 Millionen Zuschauern gegeben. Beeindruckende Zahlen und dennoch werden die Musiker um Francis Rossi, Rick Parfitt und Co. nicht müde, weiter auf der ganzen Welt aufzutreten.

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1962 als Schülerband „The Scorpions“ gegründet, feierte die Band Mitte der 70er Jahre ihren nationalen Durchbruch mit Hits wie "Caroline", "Down Down" und "Wild Side Of Life". 1977 coverten sie den John-Fogerty-Song „Rocking‘ All Over The World“ – einer ihrer bis heute bekanntesten Hits. Das gleichnamige Album wurde zusammen mit „In The Army Now“ von 1986 eines ihrer erfolgreichsten.

Bei ihrem Auftritt in der Musik-Arena werden Status Quo von einem weiteren Musik-Act der Extraklasse begleitet: Uriah Heep – neben Black Sabbath, Led Zeppelin und Deep Purple einer der frühsten und einflussreichsten Vertreter des Hard-Rock. Die britischen Musiker feierten von 1972 bis 1975 ihre größten Erfolge. Uriah Heep haben bisher mehr als 30 Millionen Tonträger verkauft, „Lady In Black“, „Free Me“ und „Easy Livin‘“ zählen zu den bekanntesten Songs der britischen Formation.

Status Quo & Uriah Heep | 29.06. | 19:00 Uhr | 59,90 €

30.06.: Jackson Browne

Nachdem er 2014 erfolgreich sein Comeback gefeiert hat, kommt US-Folkrock-Legende Jackson Browne nach sechs Jahren nun mit seinem neuen Programm wieder nach Deutschland. Browne gilt als einer der bedeutendsten amerikanischen Songwriter der 70er Jahre. Zudem gilt der Musiker als Mitbegründer des sogenannten "West-Coast-Sounds", den beispielsweise auch die Eagles maßgeblich prägten.

1972 veröffentlichte, der in Heidelberg geborene, Browne sein Debütalbum „Jackson Browne“, welches bei Fans und Kritikern für Aufregung sorgte - und das im positiven Sinne. Gegen Ende der 70er Jahre setzte sich Jackson Browne immer stärker für Umweltthemen ein: Er ist Mitbegründer der Vereinigung „Musicians for Safe Energy“ und trat bei No-Nukes-Konzerten gegen Atomenergie auf.

Musikalisch engagiert er sich ebenfalls und thematisiert stets soziale und politische Missstände in seinen Liedern. Seinen populärsten Hit hatte Jackson Browne mit „Running On Empty“: Dieses Lied ist in den Szenen des Films „Forrest Gump“ zu hören, in denen der Protagonist seinen monatelangen Lauf quer durch die USA absolviert.

2004 wurde Jackson Browne die Ehre zu Teil in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen zu werden, nur drei Jahre später auch in die Songwriters Hall of Fame. Nach über 40 Jahren im Musikbusiness und 14 Studio- und vier Live-Alben beeinflusst der mittlerweile 68-Jährige bis heute die Folk- und Country-Rock Szene.

Ein Künstler, der aufgrund seines politischen Engagements und der Ausrichtung seiner Texte perfekt zum diesjährigen Festivalmotto „Alles eine Frage der Haltung“ passt.

Jackson Browne | 30.06. | 19:00 Uhr | 54,90 €

01.07.: Orquesta Buena Vista Social Club

Es ist Zeit, Adiós zu sagen. Mit diesem Wort auf den Lippen wird sich der Orquesta Buena Vista Social Club nach 17 Tournee-Jahren nun wirklich von seinem Publikum auf der ganzen Welt verabschieden. Eine letzte Gelegenheit, die Formation auf der Bühne der Tollwood Musik-Arena zu sehen.

Unter der musikalischen Obhut von Bandleader und Posaunist Jesus Aguaje Ramos vereint diese „Adios“-Tour zahlreiche Musiker miteinander, die auf dem Original Buena Vista Social Club-Album und in Wim Wenders' Dokumentarfilm mitgespielt haben – darunter Omara Portuondo, der Trompeter Guajiro Mirabal und der Lauten-Virtuose Barbarito Torres.

Begleitet werden sie auf der Bühne von jenen Musikern, die auf den langen Reisen zum Ensemble hinzu stießen – zum Beispiel der dynamische Tres-Spieler Papi Oviedo, Havanas junger Starpianist Rolando Luna, eine Rhythmusgruppe aus Pedro Pablo (Bass), Andres Coyao (Congas), Filiberto Sánchez (Timbales) und Alberto 'La Noche' (Bongos), eine dreiköpfige Trompeten-Sektion geleitet von Luis Allemany, wie auch Havannas gefeierter Son-Sänger Carlos Calunga.

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Das musikalische Experiment namens Buena Vista Social Club, das Ry Cooder und Juan de Marcos 1996/97 aus der Taufe hoben, markierte nicht weniger als die Rückkehr der kubanischen Musik auf die große Weltbühne. Und zwar eben nicht als ungestüme Neuerfindung, sondern als Rückbesinnung auf fast schon verloren geglaubte Traditionen, den Son cubano der 40er und 50er Jahre.

Die Aufnahmen zum gleichnamigen Album dauerten nur sieben Tage, dennoch wurde es ein internationaler Bestseller. Bis heute ist das Album „Buena Vista Social Club“ mit über acht Millionen Verkäufen die erfolgreichste Platte des Genres „Weltmusik“. Sicherlich tat der gleichnamige Film von Wim Wenders noch sein übriges.

Das Orquesta Buena Vista Social Club hat ein großes Werk vollbracht, in fast 17 Jahren haben sie in verschiedensten Konstellationen auf Hunderten Bühnen gespielt und Preise bis hin zum Grammy Award errungen. Einige der größten Namen sind inzwischen verstorben, wie Rubén Gonzales, Ibrahim Ferrer oder Compay Segundo. Damit ist auch klar, dass nun die Zeit des Abschieds für die alte Garde des Buena Vista Social Club naht.

Buena Vista Social Club | 01.07. | 19:30 Uhr | 41,50 €

02.07.: Tom Jones

Er gehört seit fast fünf Jahrzehnten zu den ganz Großen des Showbusiness: „The Tiger“ – Tom Jones. Dieses Jahr wird die britische Entertainer-Legende 75 Jahre alt. Heute begeistert er immer noch mit seiner unverwechselbar kräftigen Stimme und auch sein Hüftschwung hat beim weiblichen Publikum kaum an Wirkung verloren.

Heute ist Tom Jones Künstler von Weltrang und mit Ritterschlag. 2006 hat ihn die Queen zum „Knight of the British Empire“ geschlagen. Eine hohe Auszeichnung für den Sohn eines walisischen Bergarbeiters. Seine Geschichte ist durchaus mit der vom „Tellerwäscher zum Millionär“ vergleichbar: Tom Jones war früher Staubsaugervertreter und Hilfsarbeiter. Nebenbei trat er unter dem Synonym „Tiger Tom“ in Bars und Kneipen auf. Bei einem seiner nächtlichen „Streifzüge“ konnte er die Aufmerksamkeit des bekannten Londoner Managers Gordon Mills gewinnen.

Die erste Single floppte, doch mit der zweiten – „It’s Not Unusual“ – landete er einen Nummer-Eins-Hit in Großbritannien. Der internationale Durchbruch kam spätestens 1965 mit dem Titelsong zum James-Bond-Film „Thunderball“.

Zeitweise ist es um „den Tiger“ etwas ruhiger geworden. Insgesamt ist die Bilanz aber beeindruckend: Bis heute hat Tom Jones in seiner Musikkarriere 27 Studioalben herausgebracht und in jedem Jahrzehnt mehrere Alben, Compilations und Live-Platten veröffentlicht. Im Jahr 2000 hat er sich mit „Sex Bomb“ auch bei der jüngeren Generation einen Namen gemacht, ein weiterer Top-Hit.

Mit seinen zwei jüngsten Platten hat Tom Jones eine ganz andere Seite von sich gezeigt: Langsame, spirituelle und religiöse Lieder jenseits des Pop-Mainstreams. Damit beweist er Kritikern und Fans, dass er nicht nur die Rolle des ewigen Frauenschwarms spielen kann. Davon ist er auch selbst überzeugt: „Ich bin der Meister aller Gesangsstile - außer Elvis vielleicht war keiner so vielseitig“, hat Tom Jones einmal über sich selbst gesagt. Unterstützt wird er bei seinem Konzert von der Band "The Shires".

Tom Jones | 02.07. | 19:00 Uhr | 67,95 €

09.07.: Róisín Murphy

Ex-Moloko-Sängerin Róisín Murphy meldet sich zurück: mit dem ersten Studio-Album seit acht Jahren und einer Reihe von Konzerten in ganz Europa. „Hairless Toys“ heißt ihr neues, bisher drittes Solo-Album, das Anfang Mai erschienen ist. Acht neue Songs, von minimalistischen Elektroballaden bis zu funkig-verspielten Nummern, die keinem festen Genrebegriff untergeordnet werden können. So viel ist sicher, die Lieder sind alles andere als Mainstream-Pop.

Die 41-jährige, irische Sängerin, deren Name aus dem Gälischen kommt und übersetzt so viel wie „Röschen“ bedeutet, kam schon früh mit elektronischer Musik und Dance in Verbindung, als sie als Jugendliche durch die dunklen Pubs und Bars von Manchester zog. Auf einer Party in Sheffield lernte sie später den Musiker und Produzenten Mark Brydon kennen, mit dem sie kurz darauf das Duo Moloko gründete.

Mit Hits wie „Sing It Back“ oder „The Time Is Now“ kam der internationale Erfolg. Seitdem gelten Moloko als Mitbegründer der Stilrichtung Trip-Hop – einer Mischung aus Funk und Dance. 2002 beendeten Murphy und Brydon ihre private Beziehung, nach dem vierten Studioalbum „Statues“ auch ihre geschäftliche.

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Kurze Zeit später, 2004, begann Róisín Murphy an ihrem ersten Solo-Album – „Ruby Blue“ – zu arbeiten. Obwohl es von den Kritikern gelobt wurde, blieb der große Erfolg zunächst aus. Nach einem Labelwechsel veröffentlichte die irische Sängerin ihr zweites Album, „Overpowered“, das in Belgien Platinstatus erreichte. Danach zog sich Murphy für acht Jahre aus der Öffentlichkeit zurück. Umso gespannter dürfen Fans auf ihr neues Album und ihre kommende Tour sein.

Róisín Murphy | 09.07. | 19:30 Uhr | 42,00 €

10.07.: Lindsey Stirling

Klassische- und Pop-Musik scheinen auf den ersten Blick unvereinbar zu sein. Die US-amerikanische Violinistin Lindsey Stirling beweist mit ihrer Musik, dass es möglich ist, beide musikalischen Phänomene zu verbinden: Ihr Debütalbum „Lindsey Stirling“ erreichte 2012 Platz 1 der US-Dance- und Platz 2 der US-Klassik Charts. 2014 bekam sie den Echo in der Kategorie „Crossover National/International“.

Die 28-jährige Künstlerin, die in Arizona aufgewachsen ist, wird vor allem wegen ihrer Vielseitigkeit geschätzt. Es gibt kaum ein Genre, das in ihren Kompositionen oder Neuinterpretationen nicht zu finden ist. Gekonnt vermischt sie in ihrer Musik Elemente aus Country-Musik, DubStep und HipHop bis zu Klassik. Doch damit nicht genug: Stirling entwirft auch die Choreografien für ihre Videos und führt größtenteils selbst Regie.

Doch auch für die Ausnahmekünstlerin war es zunächst schwer, im Musikbusiness Fuß zu fassen: Bereits mit fünf Jahren wollte sie unbedingt Geige spielen lernen, aber ihrer Familie fehlte das Geld dazu. Die junge Stirling blieb hartnäckig und konnte ihre Eltern schließlich überzeugen. Das Tanzen brachte sie sich durch Lehrvideos aus dem Internet selbst bei. Mit 16 Jahren komponierte sie eigene Stücke, begann zu experimentieren und wurde Mitglied der Rock-Band „Stomp On Melvin“. Danach nahm sie an vielen nationalen Musikwettbewerben teil, u. a. bei der TV-Show „America’s Got Talent”.

Dort wurden Musikproduzenten auf die Musikerin aufmerksam und Stirling schaffte es bis ins Viertelfinale. Doch das war nicht das Aus, sondern der Start einer steilen Karriere, die mit einer US-Tour begann. Mit einem eigenen Plattenvertrag in der der Tasche wurde ihr Debütalbum „Lindsey Stirling“ schnell zum Hit. Im April letzten Jahres hat sie ihr zweites Album „Shatter me“ veröffentlicht und wird ihre neuen Songs auch bei ihrem Auftritt in der Musik-Arena zum Besten geben.

Lindsey Stirling | 10.07. | 19:00 | 40,75 €

12.07.: Clueso & Joris

Wer zusammen mit Udo Lindenberg oder den Fantastischen 4 auf der Bühne gestanden hat, kann sicherlich behaupten zu den „ganz Großen“ des nationalen Musikbusiness zu gehören. Thomas Hübner alias Clueso hat in seiner knapp 15-jährigen Musikkarriere einiges erreicht: Über eine Millionen verkaufte Tonträger, sechs Mal Gold und zwei Mal Platin für seinen Alben. Die 1Live Krone in der Kategorie „Bester Künstler“ hat der gebürtige Erfurter seit 2008 vier Mal erhalten. Eine beeindruckende Bilanz für den deutschen Sänger, Rapper, Songwriter und Produzenten.

Bis dahin war es kein einfacher Weg: Nach dem Schulabschluss begann Clueso eine Friseurlehre. Viel lieber beschäftigte er sich aber mit Breakdance und Freestyle-Rap. Daraufhin brach er 1998 seine Lehre ab, um sich ganz der Musik zu widmen. Zwei Jahre später bekam er seinen ersten Plattenvertrag beim Label der „Fantastischen Vier“.

2014 hat er sich durch die Gründung seines eigenen Labels „Text und Ton“ von allen Auflagen befreit. Sein bisher sechstes Album, „Stadtrandlichter“, hat er dort veröffentlicht und nicht nur das: Er hat es in völliger Eigenregie produziert und geschrieben. Clueso hat Gitarre, Bass, Klavier, Drums und viele andere Instrumente selbst eingespielt. Auf „Stadtrandlichter“ hört man sowohl den „alten“, als auch den „neuen“ Clueso, der an manchen Stellen sicherlich gereifter wirkt.

Bei seinem Konzert am 12. Juni in der Musik-Arena wird Clueso vom deutschen Newcomer Joris als special guest musikalisch begleitet. „Hoffnungslos Hoffnungsvoll“ heißt das Debütalbum des jungen Talents mit der ausdrucksstarken und gefühlvollen Stimme. Joris kombiniert starke deutsche Texte mit einem modernen Sound. Er spielt mehrere Instrumente, schreibt Texte, komponiert und produziert seine Songs selbst mit. Newcomer Joris ist ähnlich vielseitig talentiert wie Clueso. Deshalb lässt diese Musiker-Kombi auf einen vielversprechenden Abend hoffen.

Clueso & Joris | 12.07. | 19:00 | 46,00 €

16.07.: Willy Astor

Dieses Jahr feiert Deutschlands wahrscheinlich berühmtester Verb-Brecher, Silbenfischer und Vers-Sager Willy Astor 30-jähriges Bühnenjubiläum. Auch wenn der „Mundwerker“ der alten Schule schon zahlreiche Male auf dem Tollwood-Festival zu Gast war, verspricht es diesmal wieder ein ganz besonderer Abend zu werden, denn am 16. Juli feiert er die Münchenpremiere seines neuen Programms „Reim Time“ in der Musik-Arena. Nur soviel sei vorab verraten: Shakespeares Hamlet erfährt eine gastronomische Wiedergeburt in: „Omlett - ein Rührstück mit Eggschn“.

Der gelernte Werkzeugmacher begann im Alter von 22 Jahren mit dem Schreiben erster Songs und Texte. Damit trat er auf verschiedenen Kleinkunstbühnen, beispielsweise auf der „MUH-Bühne“ – der Geburtsstätte des Tollwood-Festivals – oder der „Liederbühne Robinson“ auf. Nach dem Abschluss seiner zweiten Ausbildung als Maschinenbautechniker widmete er sich ganz seiner kabarettistischen Tätigkeit und erlangte zu Beginn der 90er Jahre durch seine wortspielerischen Kabarett-Nummern immer größere Bekanntheit.

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Der bayerische Sänger, Gitarrist und Reimer arbeitet nach einem einfachen, aber dennoch Erfolg versprechenden Konzept: Er verpackt gleich oder ähnlich klingende Wörter in sachfremde Texte. Diese kunstvolle Art mit Sprache umzugehen, ist sein unverkennbares Markenzeichen. Bis heute hat Willy Astor 20 Soloprogramme veröffentlicht, mehrere CDs herausgebracht und drei Bücher geschrieben. 2001 gewann der sich als „handwerkender Komödiant alter Schule“ bezeichnende Künstler den „Bayerischen Kabarettpreis“ und ein Jahr später den „Jury Preis des großen Kleinkunstfestivals“.

Willy Astor | 16.07. | 19:00 Uhr | 33,90 €

Weitere Infos zum diesjährigen Tollwood-Festival gibt's hier

 

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