Historie aus Obermenzing So entstand das Wappen

Das "Stadt"-Wappen von Obermenzing. Foto: Wikipedia

Der Obermenzinger Gemeinderat beschloss im März 1922, ein Wappen anzunehmen. So beauftragte die Gemeinde den Münchner Kunstmaler Lorenz M. Rheude mit ienem Entwurf.

 

Obermenzing - Rheude, künstlerischer Mitarbeiter und heraldischer Beirat des ehemaligen bayerischen Reichsheroldsamtes, legte bereits am 30. März 1922 einen Wappenentwurf vor, der in Silber auf grünem Boden ein rotes Schloss mit zwei aus einer roten Zinnenmauer wachsenden Türmen zeigte, eine stilisierte Darstellung von Schloss Blutenburg.

In das rechte Obereck setzte er das Stammwappen der Familie Berchem. Der Gemeinderat beschloss am 26. April 1922, dieses Wappen annehmen zu wollen. Das Hauptstaatsarchiv, der die Wappenentwürfe begutachtet, verweigerte jedoch seine Zustimmung, da die Verwendung des Adelswappens als Beizeichen „ein heraldisches Novum“ wäre.

Am 16. Juli 1922 schließlich beschloss der Gemeinderat den Entwurf Rheudes unter Verzicht auf das Beizeichen. Das Wappen wurde am 22. September 1922 durch das Ministerium des Inneren genehmigt, heißt es bei Wikipedia.

Nach der Eingemeindung in die Stadt München 1938 besitzt der Stadtrat der Landeshauptstadt München sämtliche Rechte zur Verwendung und Führung des Wappens. Das Traditionsverständnis der Obermenzinger hat aber dazu geführt, dass noch heute - trotz Eingemeindung nach München im Jahr 1938 - das Wappen der ehemals eigenständigen Gemeinde am Maibaum vor dem Alten Wirt zu sehen ist.

Es wurde 1980 durch eine Spende der Bürgervereinigung Obermenzing am Maibaum angebracht. Auch der Bezirksausschuss 21 Pasing-Obermenzing verwendet das Wappen neben dem Wappen der ehemals eigenständigen Stadt Pasing auch heute noch in seinem Briefkopf.

 

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