Hier knallt, zischt und funkelt es München, ein Feuerwerk: Wo Sie Silvester den schönsten Blick haben

, aktualisiert am 31.12.2017 - 11:36 Uhr
Wir verraten, wo Sie in München die beste Aussicht haben. Foto: dpa

Die Stadt um Schlag Mitternacht: Da wird geböllert. Die AZ zeigt hier, wo Sie das Spektakel in München besonders schön beobachten können: Von der Theresienwiese über die Reichenbachbrücke bis hin zum Olympiapark.

München - Dass am Sonntag das Jahr 2017 zu Ende geht, wird man schon am Nachmittag hören. Erfahrungsgemäß können manche mit dem Böllern nicht warten, bis es 12 schlägt. Freilich, das ganz große Spektakel geht erst Mitternacht los, dann ist es auch am schönsten: Mit einem Glas Sekt in den Himmel schauen, die Liebsten umarmen, wieder in den Himmel schauen.

In München gibt es einige Orte, an denen man das Silvesterfeuerwerk beobachten kann. Viele Stellen, die wir Ihnen hier vorstellen, sind Klassiker, andere weniger bekannt. Sicher ist für jeden etwas dabei. Kommen Sie gut rüber!

Raus auf die Wiese


Die Bavaria sieht eingerahmt von Raketen-Feuerwerk gleich noch spektakulärer aus. Foto: Lukas Barth/dpa

Aus der Perspektive der Bavaria auf die Stadt schauen: Das hat doch was. Silvester auf der Theresienwiese ist deshalb bei vielen Münchnern beliebt. Wer einen Platz etwas weiter oben ergattern möchte, sollte also früh da sein.

Wer sich nicht stressen mag, findet auch auf den Betonflächen unten einen Platz: Da kann bei trübem Wetter nur die Sicht schnell schlecht werden.

Wen das nicht stört und wem es eh wichtiger ist, zum Schlag der zwölften Stunde die passende Musik zu haben, der kann spontan auf die Silvester-Party des Tollwood-Winterfestivals gehen. Dort erklingt um Punkt zwölf der Mitternachtswalzer. Davor wird auf fünf verschiedenen Tanzflächen schon einmal bewegt das alte Jahr verabschiedet.

Es spielen Jamaram und Skolka für die, die es funkig mögen. The Kikis Rock’n’R-Roll-Girlpower lassen es ein Zelt weiter krachen. Und wer es lieber ruhig angehen will, findet im Food-Plaza Gutes zu essen. Karten kosten 25 Euro.

Von Brückerl zu Brückerl


Beliebt in der Silvesternacht: die Wittelsbacherbrücke. Foto: imago

Von Süd nach Nord, hier kann man über Wasser schauen: l Thalkirchner Brücke: Relativ ruhig, wen ein paar Bäume nicht stören – auf dem Flauchersteg hat man es ruhiger. l Wittelsbacherbrücke: Viel Feuerwerk, aber Obacht: Hier kann es voll werden.

  • Reichenbachbrücke und Corneliusbrücke: Wer hier feiert, hat es nicht weit zu vielen Kneipen – und es ist etwas weniger voll als weiter nördlich.
  • Ludwigsbrücke: Feuerwerk schauen in schöner Umgebung – wer noch höher will, geht zum Gasteig.
  • Maximiliansbrücke und Luitpoldbrücke: Hier steppt der Bär!
  • Isarring bei der Ifflandstraße: Auf Höhe des Seehauses gibt es eine Radlbrücke mit Blick nach Süden.

Auf 291,28 Metern


Nirgends in der Stadt hat man einen erhabeneren Blick auf die Stadt als vom Olympiaturm. Foto: Felix Hörhager/dpa

Im Norden ist der Olympiapark wohl einer der schönsten Orte, um den Jahreswechsel mit seinen Lichtern zu bestaunen. Da gibt es zum Beispiel den Olympiaberg: 60 Meter ist er hoch, da hat man schon eine recht gute Sicht auf die Stadt.

Noch weiter nach oben kommt freilich, wer etwas Geld ausgibt: Der Olympiaturm hat an Silvester geöffnet, man kann mit dem Aufzug bis um 0.30 Uhr hinauf fahren. Dann kann man die Stadt sogar aus 291 Metern beobachten. Kostenpunkt: 7 Euro für Erwachsene, 5 Euro für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren. Das geht auf jeden Fall weniger ins Geld als das Silvester-Menü im dortigen Restaurant, für das man 339 Euro pro Person investieren muss.

Etwas romantisch


Der Monopteros. Foto: Hörhager/dpa

Erst ein Spaziergang durch den Englischen Garten, dann ein kurzer Hatsch nach oben (15 Meter) – und schon hat man eine tolle Aussicht. Wer das mag, sollte Neujahr am Monopteros begrüßen.

Feiern unter einem Engel


Der Friedensengel im Lichtermeer. Foto: Sigi Müller

Man muss es schon mögen, dass es ein wenig eng ist: In der Nacht auf 2017 standen am Friedensengel an die 3.000 Münchner, um das neue Jahr zu begrüßen. Das Publikum ist eher jung, dafür dynamisch – und der Blick die Prinzregentenstraße runter immer wieder eine Schau. Wer etwas mehr Ruhe sucht, sollte ein Stück das Isarhochufer entlang gehen. Allein ist man hier auch nicht, aber etwas ruhiger ist es.

Aufs Dach steigen

Die Münchner lieben ihre Terrassen, kein Wunder, dass die Silvesterpartys in der Deutschen Eiche und im Upside East im Werksviertel bereits ausverkauft sind. Wer trotzdem aufs Dach steigen möchte, kann das ab 19 Uhr im Lovelace-Hotel (Kardinal-Faulhaber-Straße 1) tun. Für 85 Euro (Ticket für zwei Personen, inkl. einer Flasche Champagner) kommt man auf die Party und eine der zwei Dachterrassen. Wer erst um 0.30 Uhr kommt, der zahlt pro Person noch 15 Euro. Die DJs legen bis 5 Uhr auf.

Im Hotel Bayerischer Hof (Promenadeplatz 2-6) kann man mit dem Nachtschwärmerticket (ab 22 Uhr, 59 Euro) die verschiedenen Veranstaltungen im Hotel erkunden. Wer lange aufbleiben will: Ab 2 Uhr nachts darf man auf den Dachgarten im 6. Stock.

Für jeden der passende Platz

Geschmäcker sind verschieden, deshalb ist auch nicht für jeden derselbe Ort der beste zum Böllerschauen:

  • Wer’s mondän mag: Stellt sich an den Nymphenburger Kanal, Aussicht aufs Schloss!
  • Wer nicht ins Zentrum möchte und südlich lebt: Der Greinerberg in Obersendling bietet nette Aussichten auf Thalkirchen.
  • Wer nicht ins Zentrum möchte und nördlich lebt: Der Fröttmaninger Berg hat mit 75 Metern eine ordentliche Höhe und gute Aussichtsmöglichkeiten.
  • Wer gern im Park ist: Auf dem Luitpoldhügel (37 Meter) kann man auf Schwabing schauen.
  • Wer es großstädtisch mag: Von der Hackerbrücke sieht man die Frauenkirche und kann den Gleisen entlang in die Ferne spähen.
  • Wer gerne am Wasser ist: Im Westpark gibt es Aussichtsmöglichkeiten – und das Café Gans am Wasser hat von 23 bis 4 Uhr geöffnet.
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