Heino, Glas & Co. "Karamba, Karacho": Promis beim Steiger-Award

Bejubelt und ausgezeichnet: Die Promis bei Steiger-Award... Foto: BrauerPhotos

Ein Stück Steinkohle, in Kristallglas gefasst - die Verleihung des Steiger Awards hat im Ruhrgebiet mal wieder für eine reichlich bunte Promimischung gesorgt. Von den Sitzen holte das Publikum am Ende Deutschlands bekanntester Volksmusiker.

Heino, Senta Berger und der kroatische Premierminister Andrej Plenković: Promi-Auflauf beim Steiger Award - diesmal in Essen. Die undotierte Auszeichnung für alle möglichen Verdienste hat am Samstag wieder zahlreiche Persönlichkeiten ins Ruhrgebiet gelockt. Zum 14. Mal erhielten Schauspieler, Musiker, Politiker und andere Prominente den Preis, der an die Tugenden eines Steigers, des Vorarbeiters im Bergbaus, erinnern soll: Geradlinigkeit, Offenheit und Toleranz. Das Welterbe Zeche Zollverein als Schauplatz der Gala war passend zum Preis gewählt.

Lebenswerk: Heino nimmt erstmals Preis an

Nur wenige hielt es auf den Sitzen, als nach einem dreistündigen Verleih-Marathon Heino ein Medley schmetterte - mit "Blau blüht der Enzian", "Schwarze Barbara" und anderen Erfolgssongs. Kurz zuvor war der 80-jährige Volksmusiker für sein Lebenswerk geehrt worden. Es sei das erste Mal, dass er solch einen Preis annehme, sagte er vor der Verleihung. Bislang habe ihn immer davon abgehalten, dass die meisten Geehrten kurz nach der Würdigung ihres Lebenswerks gestorben seien. 

Emotionaler Auftritt: Uschi Glas für "Brotzeit" geehrt

Für nachdenkliche Stimmung unter den rund 300 Gästen sorgte Uschi Glas. Sie wurde von Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen für ihre Hilfsorganisation "Brotzeit" geehrt. Der Verein versorgt deutschlandweit benachteiligte Schüler mit Frühstück.

Anne Will: Ehrung für TV-Talkshow

Rhetorischer Glanz strahlte von der ansonsten leider schwach ausgeleuchteten Bühne, als Götz Alsmann ans Mikro trat - und die Arbeit von Anne Will lobte. Die Geehrte gab einen Einblick in journalistische Grundsätze ihrer Talkshow: "Extremisten laden wir nicht ein. Aber jemanden, der einen anstößigen Inhalt vertritt, darf man nicht von der öffentlichen Debatte ausschließen." Allerdings müsse man ihm dann mit "absolut entschiedenem Widerspruch" begegnen. Und wenn dies keiner aus der Runde mache, tue sie dies eben selbst.

 

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