Heimstätte des TSV 1860 Grünwalder Stadion: Löwen-Sponsor fordert Verkauf der Namensrechte

, aktualisiert am 03.08.2018 - 12:35 Uhr
Heimstätte des TSV 1860: das Grünwalder Stadion in Giesing. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Der TSV 1860 ist nach dem Auszug aus der Allianz Arena ins Grünwalder Stadion zurückgekehrt. Nun appelliert Löwen-Sponsor "die Bayerische" an die Stadt als Mieter, über einen Verkauf der Namensrechte nachzudenken.

München - Servus Allianz Arena, zurück ins Grünwalder Stadion: Der TSV 1860 hat nach dem Absturz aus der Zweiten Liga in die Regionalliga Bayern im Sommer die Rolle rückwärts geschlagen und ist in seine ehemalige Heimspielstätte zurückgekehrt.

Aus fußballromantischer Sicht eine gefeierte Rückkehr zu den eigenen Wurzeln auf Giesings Höhen - nicht nur für die Ultras "Münchner Löwen", die mit der Gründung des Kollektivs "Mein Verein für alle Zeit" die aktive Fanszene vergrößern wollen.

Aus wirtschaftlicher Sicht daggen zwar kein Millionen-Verlustgeschäft mehr wie zuletzt in der Arena, doch noch lange kein rentables Unterfangen, denn: Die Löwen sind nur Mieter bei der Stadt München, und die Vermarkungsmöglichkeiten sind limitiert.

Sponsor des TSV 1860: Grünwalder Stadion umbenennen

Hauptsponsor "die Bayerische" bringt nun einen markanten Vorschlag in die Debatte ein: Einen Verkauf der Namensrechte am inoffiziell titulierten "Sechzgerstadion" an ein Unternehmen, um den Giesingern zusätzliche Einnahmen zu bescheren!

"Die Stadt München sollte darüber nachdenken, ob sie nicht die Namensrechte am Grünwalder Stadion zum Verkauf anbietet. Mit den Einnahmen könnte man 1860 entlasten. Wir würden nicht als Namenspartner einsteigen, aber es gäbe zweifellos genug Unternehmen, für die sich der Einstieg lohnen würde“, wird Vorstand Martin Gräfer in der "Bild" zitiert.

Sechzgerstadion für Löwen nicht lukrativ

Es ist eine kuriose, doch für Sechzig theoretisch lohnenswerte Idee. Andernorts wurden die Namensrechte von diversen Spielstätten ebenfalls abgegeben, siehe auch am Beispiel der Allianz Arena. Die Sechzger haben jedoch das Problem, dass ihnen das Grünwalder nicht gehört und etwa auch die Damen des FC Bayern darin auflaufen, wie SPD-Fraktionsschef Alexander Reissl in der "Bild" zu bedenken gibt.

Zur neuen Spielzeit konnte man immerhin einen Ausbau von 12.500 auf 15.000 Zuschauer erwirken, weitere Kapazitätserweiterungen sollen geprüft werden. Ob es zusätzliche Möglichkeiten für den TSV 1860 München gibt, die Einnahmenseite zu stärken?

Über besagten Vorschlag und die Wahrscheinlichkeit, das Grünwalder zum Beispiel tatsächlich in "Webasto-Arena" (Unternehmen von 1860-Anteils-Interessent Gerhard Mey), oder andere Namensgeber umzubenennen, wird zu reden sein.

Klar ist nur: Ein "HAM-Löwen-Käfig" (Unternehmen von Investor Hasan Ismaik) wird es ob dem bei Fanszene wie Teilen des Vereins umstrittenen Jordaniers wohl nicht werden...

Im Video: Die Bilder von der sanierten Westkurve im Grünwalder

 

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