Heimspiel gegen Frankfurt Wie heiß wird's für Löwen-Trainer Schmidt?

Trainingseinheit der Löwen: Trainer Alexander Schmidt. Foto: sampics

Die Heim-Premiere der Löwen könnte für den Trainer schon zum kleinen Schicksals-Spiel werden. Hitzig wird es in jedem Fall: bis zu 37 Grad. „Nicht das Gesündeste, unter der Mittagshitze dem Ball hinterherzujagen”

 

München Guillermo Vallori lacht laut auf. „Die Leute kommen immer zu mir und sagen, ,Hey, Gui, du bist doch Mallorquiner, da darf dir die Hitze doch nichts ausmachen!’”, sagt er. Aber: „Hombre, ich liebe die Sonne. Aber bei diesem Wetter sollte man am Strand liegen. Es ist zu heiß für Fußball.”

Klar, das ist nicht wörtlich zu nehmen, der Verteidiger wird sich bei seinem erstes Heimspiel als Löwen-Kapitän nicht selbst hitzefrei verordnen. Und doch geraten die Löwen schon ins Schwitzen, wenn sie an Sonntag denken. 37 Grad und pralle Mittagssonne werden für das erste Heimspiel der Saison gegen den FSV Frankfurt (13.30 Uhr, Sky live) vorausgesagt.

„Natürlich ist es nicht das Gesündeste, unter der prallen Mittagshitze dem Ball hinterherzujagen”, sagt Trainer Alexander Schmidt. Aber Lamenti akzeptiert er nicht. „Die Bedingungen sind für alle gleich, ändern können wir das Wetter sowieso nicht”, sagt er. Aber die Spielweise: „Ich habe den Jungs gesagt, dass sie ökonomisch spielen sollen, sich nicht schon in den ersten Minuten auspowern und den Ball viel laufen lassen sollen, dann müssen sie selbst nicht so viel rennen”, sagt Schmidt. Ansonsten gilt für ihn: „Rumjammern hilft nicht.”

Die Nachricht ist angekommen: „Letztes Jahr hatte es beim Pokalspiel in Hennef 42 Grad, im Vergleich dazu wird es am Sonntag ein Spaziergang”, sagt Vallori lachend. „Wir sind es gewohnt, auch bei solchen Temperaturen zu spielen”, meint Keeper Gabor Kiraly, der auch seine berühmte Jogginghose nicht ausziehen wird. „Wieso auch? Ob mit langer oder kurzer Hose, bei Schnee, Regen oder extremer Sonne: Entscheidend ist nur, dass wir alles geben und unsere Spiele gewinnen.”

Gewinnen ist das Stichwort. Vor allem für Schmidt, für den es sonst nach dem Spiel noch etwas heißer werden könnte als am Spielfeldrand. Die Bosse sind ruhig geblieben nach der ärgerlichen, weil unnötigen Pleite bei St. Pauli.

Noch überwiegt die Zuversicht, dass es nur ein Betriebsunfall war. „Wir sollten das Positive sehen”, lässt Präsident Gerhard Mayrhofer im Stadionheft schreiben. Die positive Grundstimmung soll und darf nicht kippen. „Wir müssen gegen Frankfurt gewinnen. Wir brauchen die Punkte und wir wollen zu Hause eine Macht sein”, sagt Vallori. „Sonntag? Sieg!”, sagt Sportchef Florian Hinterberger knapp, ehe er noch hinzufügt: „Muss!” Hinterberger kennt seine Löwen einfach zu gut, als dass er ganz ruhig sein könnte. „Es darf jetzt bloß nicht Ähnliches passieren wie letzte Saison nach Kaiserslautern”, warnt er. Damals waren die Löwen nach einer guten Vorbereitung voller Zuversicht in die Rückrunde gestartet – und verloren gegen Lautern im ersten Spiel nach der wohl besten Saisonleistung mit 0:1 gegen die Pfälzer. Es war das Spiel, das ihre Moral brach im Aufstiegskampf. Das sollte Warnung genug sein.

 

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