HBL THW gewinnt Verfolgerduell: 31:28 gegen Rhein-Neckar Löwen

Alexander Petersson von den Rhein-Neckar Löwen (l) verteidigt gegen Harald Reinkind vom THW Kiel. Foto: Frank Molter/dpa

Das Rennen um die deutsche Handball-Meisterschaft wird zu einem Zweikampf zwischen Titelverteidiger Flensburg und Rekordmeister Kiel. Die Rhein-Neckar Löwen haben bei sieben Punkten Rückstand auf den Spitzenreiter wohl keine Chance mehr.

 

Kiel - Nach dem Happy End im Handball-Krimi gegen DHB-Pokalsieger Rhein-Neckar Löwen feierten die Spieler des THW Kiel mit ihren Fans ausgelassen den perfekten Jahresabschluss in der Handball-Bundesliga.

Mit dem 31:28 (16:15) im Verfolgerduell landete der Rekord-Champion den 19. Pflichtspielsieg in Serie und geht als einziger Titel-Konkurrent des ungeschlagenen Tabellenführers SG Flensburg-Handewitt (38:0 Punkte) in die WM-Pause. "Es sieht sehr gut aus. Wir haben alle Chancen", sagte Kiels Top-Werfer Harald Reinkind.

Während der THW mit 34:4 Zählern weiter im Titelrennen bleibt, liegt der Vizemeister aus Mannheim nach 19 Spielen bereits sieben Zähler hinter dem Titelverteidiger aus Flensburg und muss die dritte Meisterschaft nach 2016 und 2017 wohl abhaken. "Sieben Minuspunkte sind ein Brett", sagte Löwen-Regisseur Andy Schmid und fügte hinzu: "Aber wir werden im neuen Jahr probieren, die beiden Nordlichter anzugreifen."

Die beiden Spitzenteams, für die es angesichts der Siegesserie von Tabellenführer Flensburg schon fast um Alles ging, begegneten sich von Beginn an auf Augenhöhe. Mitte der ersten Halbzeit erarbeiteten sich die Gäste leichte Vorteile und schafften beim 12:9 (21.) erstmals eine Drei-Tore-Führung, die jedoch nicht lange Bestand hatte. Nur fünf Minuten später lag der THW nach einem 5:0-Lauf mit zwei Treffern vorn.

Dabei mussten die Kieler, bei denen Nationaltorwart Andreas Wolff nur auf der Bank saß, über weite Strecken ohne ihren Kapitän Domagoj Duvnjak auskommen. Der kroatische Nationalspieler, der nach einem Trainingsunfall am Vortag angeschlagen ins Spiel gegangen war, humpelte in der 17. Minute vom Parkett und kehrte in der zweiten Hälfte nur für sporadische Kurzeinsätze zurück.

Anstelle des Routiniers überzeugten im Rückraum der Ex-Mannheimer Reinkind (7 Tore) und Lukas Nilsson (5). Zudem erwies sich Niclas Ekberg (6) gewohnt treffsicher. "Es ist etwas ganz Besonderes, gegen die Löwen zu spielen. Es macht Spaß, seine Freunde zu schlagen", sagte Reinkind.

Für die Löwen trafen Gudjon Valur Sigurdsson (9) und Schmid (7) am häufigsten. "Kiel war eine Finesse besser. Am Ende haben Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben", sagte Schmid. "Wir sollten nicht das Haar in der Suppe suchen. Wir haben super gekämpft."

Die temporeiche Partie blieb auch nach der Pause umkämpft, zumal beide Torhüter - Niklas Landin beim THW und Mikael Appelgren bei den Löwen - einen guten Job machten. Beim 27:23 (52.) schien die Partie entschieden, doch die Gäste kamen noch einmal auf ein Tor heran (27:28). In der Schlussphase behielt Kiel die Nerven und bejubelte am Ende den verdienten Sieg.

 

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