Hautgesundheit im Sommer Was eine Sonnenallergie ist und wie man sie behandelt

Sonnenallergie - was es mit den unangenehmen Hautreaktionen auf sich hat und was man dagegen tun kann Foto: PEPPERSMINT / shutterstock

Eine Sonnenallergie ist unangenehm: Juckreiz, Entzündungen und Bläschen auf der Haut machen Betroffenen das Leben im Sommer schwer. Woher sie kommt und mit welchen Hausmitteln man vorbeugen kann? Die Antworten gibt es hier...

 

Eine Sonnenallergie ist genau genommen keine richtige Allergie, sondern eine Reaktion der Haut auf UV-Strahlung. Die häufigste Form von Sonnenallergie ist die Polymorphe Lichtdermatose (PLD), unter der in Deutschland etwa 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung leiden. Sie äußert sich durch Symptome wie Juckreiz, Hautrötungen oder Bläschen nach dem Sonnenbad.

Um die Beschwerden einer akuten Sonnenallergie zu lindern, gibt es verschiedene Maßnahmen - zum Beispiel die Einnahme von kortisonhaltigen Medikamenten. Doch es gibt es auch ein paar Hausmittel, die die Symptome lindern und den unangenehmen Hautreaktionen entgegenwirken. Welche das sind, verraten wir hier:

Hausmittel bei Sonnenallergie

Aloe Vera: Aloe Vera beruhigt die Haut und lindert den Juckreiz, was es zum idealen Hausmittel bei Sonnenallergie macht. Am besten wirkt das Gel gekühlt, alternativ kann man auch den Saft aus dem Blatt der Aloe-Vera-Pflanze auf die betroffenen Stellen auftragen. Wer ein fertiges Produkt kauft, sollte nur auf parfümfreie Varianten zurückgreifen, da Duftstoffe andernfalls die Haut nur noch zusätzlich reizen. Auch Ringelblumensalbe beschleunigt die Heilung der gereizten Haut und hilft bei Sonnenallergie, während reines Lavendelöl den Juckreiz zuverlässig lindert.

Quarkwickel: Quarkumschläge bei Sonnenbrand sind ein bekanntes Hausmittel, doch auch bei einer Sonnenallergie kann er Abhilfe verschaffen. Quark kühlt und beruhigt die Haut und lindert so den Juckreiz sowie leichte Entzündungen. Dazu gibt man den Quark einfach großzügig in ein frisches Küchentuch und legt es auf die betroffenen Stellen.

Heilerde: Die mineralstoffhaltige Heilerde wirkt entzündungshemmend und tut sonnengeschädigter Haut gut. Für die Anwendung mischt man die Heilerde einfach mit kaltem Wasser zu einer streichfähigen Paste und trägt diese dann auf die betroffenen Stellen auf. Trocknen lassen und mit Wasser abspülen, fertig ist die Prozedur.

Apfelessig: Ein sehr effektives Hausmittel gegen den Juckreiz als Folge der Sonnenallergie ist herkömmlicher Apfelessig. Betroffene können die Haut mit einer Lösung aus zwei Teelöffeln Apfelessig und 1/4 Liter abgekochtem Wasser einreiben. Praktisch: Die Tinktur muss nicht abgespült werden, der unangenehme Essiggeruch verflüchtigt sich ebenfalls recht schnell.

Backpulver: Noch ein ungewöhnliches Hausmittel aus der Küche, das als Geheimtipp bei Sonnenallergie gilt, ist Backpulver. Es soll den Juckreiz lindern und die Heilung anregen. Dafür gibt man eine kleine Tasse Backpulver in ein kaltes Bad und badet die Haut für etwa 15 Minuten darin.

Tabletten zur Vorbeugung einer Sonnenallergie

Calcium ist weitverbreitet, wenn es um die Vorbeugung einer Sonnenallergie geht. Auch wenn die Einnahme die durch Sonnenstrahlen ausgelöste Hautreaktion nicht verhindern kann, so kann sie diese zumindest positiv beeinflussen. Auch Tabletten mit den Inhaltsstoffen Folsäure, Vitamin B3 und Zink können vorbeugend helfen. Wichtig ist jedoch, dass die Tabletten bereits einige Wochen vor dem Sonnenbaden eingenommen werden.

Wichtig: Bei einer stark ausgeprägten Sonnenallergie sollte immer ein Arzt kontaktiert werden!

 

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