Happy End im griechischen Drama Euroleague: FC Bayern ringt Olympiakos Piräus nieder

Bayerns Paul Zipser im Zweikampf mit Antonis Koniaris. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Die Basketballer des FC Bayern holen gegen Topklub Olympiakos Piräus einen Rückstand auf und erkämpfen sich so den Sieg. Maodo Lo und Danilo Barthel sind die Topscorer. "Diese Woche ist sehr wichtig für uns", sagt der Kapitän.

 

München - Was für ein Auftakt der Basketballer des FC Bayern in ihre griechische Woche der Wahrheit. In einem umkämpften Euroleague-Heimspiel rangen die Bayern Olympiakos Piräus am Ende mit 85:82 nieder. Nach einer packenden Aufholjagd erlebten die Münchner ein Happy End im griechischen Drama. Damit konnten sie ihren Negativtrend in der Euroleague nach zuletzt drei Niederlagen in Folge stoppen.

Erst am Freitag hatten die Bayern beim 56:82 in Valencia ein echtes Debakel erlebt. "Wenn wir so spielen wie in Valencia, werden wir verlieren", hatte FCBB-Geschäftsführer Marko Pesic vor dem Olympiakos-Spiel gesagt: "Wir haben aber schon gezeigt, dass wir es können. Und das müssen wir jetzt wieder tun." Die Bayern erfüllten Pesics Hoffnung und zeigten tatsächlich, dass sie auch europäische Topteams schlagen können.

FC Bayern kommt richtig gut in die Partie

"Wir müssen uns defensiv weiter verbessern und auf den Ball aufpassen. In den letzten Spielen hatten wir zu viele Turnover. Da müssen wir über 40 Minuten konzentriert sein", sagte Bayerns Star-Center Greg Monroe vor Spielbeginn bei "Magenta Sport": "Wir müssen mit hoher Intensität und Energie rauskommen." Und genau das taten die Bayern zunächst auch. Mit 17:6 gelang den Gastgebern ein Traumstart in das so wichtige Heimspiel gegen den Topklub aus Griechenland. Beide Mannschaften waren mit jeweils drei Siegen und fünf Niederlagen punktgleich in das Duell gegangen.

Angeführt von Monroe und Maodo Lo, der am Sonntag gegen Bayreuth geschont wurde und nun ins Team zurückkehrte, dominierten die Bayern anfangs das Geschehen auf dem Parkett. Im zweiten Viertel, das die Gäste mit 27:20 für sich entscheiden konnten, änderte sich das aber zunehmend. Zur Halbzeit führte Olympiakos mit 44:43.

FC Bayern vermisst Nihad Djedovic schmerzlich

Nach dem Seitenwechsel gaben die Bayern das Spiel dann mehr und mehr aus der Hand – und starteten mit einem Acht-Punkte-Rückstand in den Schlussabschnitt. Die Bayern vermissten Nihad Djedovic, der aufgrund einer Kniereizung erneut pausieren musste, schmerzlich.

Aber auch ohne ihren Finals-MVP der Meisterplayoffs kämpfte sich der FCBB noch einmal heran und übernahm dreieinhalb Minuten vor Schluss erstmals wieder die Führung (72:71). In der Crunchtime übernahmen Kapitän Danilo Barthel (18 Punkte) und Lo (19) Verantwortung. Mit zwei Dreiern in Folge brachte Lo sein Team auf die Siegerstraße.

"Maodo trifft gerade alles", sagte Barthel bei "Magenta Sport", "es spricht für ihn, dass er gerade das Selbstvertrauen hat, solche Würfe zu nehmen. Diese Woche ist sehr wichtig für uns." Am Freitag (20.30 Uhr) kommt nun Panathinaikos Athen nach München. Zum zweiten Akt des griechischen Dramas.

 

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