Haltestelle Siemenswerke Lebensgefährlich: Illegaler Bahnübergang

Schon vor Monaten hat sich neben den Gleisen ein Trampelpfad gebildet. Foto: Karl Hirsch

Ein nicht gesicherter Übergang an der S-Bahn-Haltestelle Siemenswerke wird im Viertel zum Dauerproblem. Der Bezirksausschuss macht jetzt Druck, dass der Missstand beseitigt wird. 

 

Sendling - Seit Monaten queren Passanten immer wieder illegal die S-Bahngleise an der Haltstelle. Begünstigt wird das, weil manche von ihnen die Unterführung meiden wollen, sagt Anwohner Karl Hirsch. Die Röhre sei recht schmal, niedrig und dunkel. Auch viele Bewohner der Baierbrunner Straße, der St.-Wendel- Straße und der Rupert- Mayer-Straße empfinden die Unterführung als „unangenehm“. Die Stadt prüft, ob nachgebessert werden muss.

Vor allem jedoch seien die Gleise am südlichen Ende des Bahnsteigs nicht ausreichend gesichert, kritisiert der Bezirksausschuss. Dies begünstige, dass Passanten den illegalen, kürzeren Weg über die Gleise nehmen. Eine Entschuldigung für das Fehlverhalten ist das gewiss nicht. Manchmal ist es auch schlicht Faulheit. Die Unsicherheit aber bleibt, betont Karl Hirsch. „Der Übergang ist lebensgefährlich.“

 Fest steht: Neben den Bahngleisen hat sich bereits vor Monaten ein verbotener Trampelpfad gebildet. Aber niemand habe sich bislang gekümmert. Die Stadt verweist auf die Zuständigkeit der Bahn. Dort wiederum sagt ein Sprecher, es sei nicht üblich, dass das Unternehmen feste Zäune entlang der Gleise einrichte. „Geht es um einen dauerhaften Zaun, müssen wir mit der Stadt über die Finanzierung sprechen.“

Fakt ist auch: Einen provisorischen Gitterzaun an der gefährlichen Stelle hatte es im Vorjahr noch gegeben. Der Bauträger hatte für das neue Wohnbaugebiet auf der Südseite eine solche Absperrung installieren lassen, sagt Karl Hirsch. „Alle vorherigen Absperrmaßnahmen sind jedoch entfernt worden.“ Die aufgestellten Verbotsschilder an beiden Bahnsteigenden würden unterdessen „kaum Beachtung“ finden.

Der Bezirksausschuss fordert nun, dass die Bahn – oder alternativ der Bauträger – entsprechend handelt. In dem Beschluss heißt es: „Die Landeshauptstadt München muss nun unverzüglich fordern, dass die Deutsche Bahn, und gegebenenfalls die Hubert Haupt Immobilien Holding, die Verkehrssicherheit an der S-Bahn- Haltestelle Siemenswerke wieder herstellt.“

 Die Gefahrenstelle am südlichen Bahnsteigende sei „unverzüglich“ abzusichern. „Fest installierte Gitterzäune sind beidseitig an die Bahnsteigkanten zu installieren.“ Eine Ortsbegehung ist anberaumt.

 

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