Halbfinale der Playoffs Bayern-Basketballer: Saisonaus in Bamberg

Verabschieden sich nach dem 0:3 im Halbfinale gegen Bamberg in den ungewollten Urlaub: Taylor und die Bayern. Foto: sampics/R’steiner/Augenklick

Die Bayern-Basketballer verlieren mit 67:76 auch das dritte Spiel gegen ihren großen Rivalen und scheitern wie im Vorjahr mit 0:3 im Halbfinale. "Sie sind das bessere Team. Das haben sie bewiesen"

 

München - Eine Halbzeit lang durften die Basketballer des FC Bayern darauf hoffen, dass ihr Auftritt in Bamberg mehr werden könnte als ein letztes Aufbäumen. Entschlossen traten sie bis zum Seitenwechsel auf und führten da noch mit 45:40. "Wir hätten den Sieg verdient gehabt, aber dann haben sie sehr schwere Würfe getroffen", sagte Bayern-Coach Sasa Djordjevic nach der Partie. Sein Team musste sich nämlich auch im dritten Halbfinalspiel der Playoffs noch bei den Brose Baskets mit 67:76 geschlagen geben. Damit finden die Münchner Titelträume ein jähes Ende, das vorzeitige Saisonaus ist perfekt.

"Bambergs Spieler haben in solchen großen Momenten einfach Tonnen mehr an Erfahrung", sagte Djordjevic, nachdem die Brose Baskets die Begegnung in den letzten Minuten für sich entschieden hatten: "Aber wir gehen erhobenen Hauptes, die beiden letzten Spiele waren sehr gut von uns." Wie schon bei der knappen Niederlage am Sonntag in München (76:80), begegneten die Bayern ihrem großen Rivalen dieses Mal auch auswärts auf Augenhöhe. Zum Auftakt der Serie hatten sie an gleicher Stelle noch mit 59:82 ein Debakel erlebt.

"Bin sehr stolz auf mein Team"

"Wir haben nach dem ersten klaren Spiel hier gut reagiert", sagte Djordjevic: "Das Spiel in München hätten wir anders beenden müssen. Ich bin aber sehr stolz auf mein Team, den Staff und den Klub." Unterm Strich schickte Bamberg die Bayern dennoch – wie schon im Vorjahreshalbfinale – erneut per Sweep, einem glatten 3:0, in den ungewollten Urlaub und steuert nun auf die dritte Meisterschaft in Folge zu.

"Wir haben gekämpft und alles gegeben. Natürlich schmerzt so ein Saisonende sehr. Wir sind sehr enttäuscht", sagte Bayerns Danilo Barthel. Auch er hatte "in letzten zwei Spielen ein Duell auf Augenhöhe" ausgemacht und befand deshalb: "Wir können trotzdem stolz sein, denn wir haben nie aufgegeben und waren in Spiel zwei und auch heute phasenweise die bessere Mannschaft."

Hoffnung war da

Die Bayern vermittelten in Spiel drei tatsächlich lange den Eindruck, die Serie doch noch zumindest in ein viertes Spiel und damit auch noch einmal nach München bringen zu können. Allen voran Vladimir Lucic, der mit 19 Punkten Topscorer und der überragende Akteur auf dem Parkett war. Auch Devin Booker (13) und Reggie Redding (12) punkteten zweistellig für den FCBB. Spielmacher Dru Joyce lieferte erneut eine starke Partie ab, während Nick Johnson und Alex King wie schon in Spiel zwei keine einzige Sekunde zum Einsatz kamen. Die Münchner lagen so bis im Schlussviertel in Führung. Sie zeigten aber auch Schwächen: Von der Dreierlinie trafen sie nur drei ihrer 21 Versuche.

"Bayern hat das Letzte aus uns rausgeholt und einen großartigen Kampf geliefert", sagte Brose-Coach Andrea Trinchieri anerkennend, nachdem Fabien Causeur (17 Punkte) und Nikos Zisis (14) sein Team in der Crunchtime zum Sieg geführt hatten. Und Djordjevic musste eingestehen: "Sie sind das bessere Team und haben das in dieser Serie bewiesen."

 

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